“Es lebe der Sieg im Volkskrieg!” von Lin Biao

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lin_biao-1Der Artikel “Es lebe der Sieg im Volkskrieg!” von Lin Biao, damals stellvertretender Vorsitzender der Partei und enger Kampfgefährte des Vorsitzenden Mao Zedong, wurde am 3. September 1965 in der Zeitung “Renmin Ribao” veröffentlicht.

Es lebe der Sieg im Volkskrieg!

Seit dem Sieg im großen Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression sind volle zwanzig Jahre verstrichen.

Vor zwanzig Jahren überwand das chinesische Volk, unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas und Genossen Mao Zedongs, nach langem heldenhaftem Kampf den japanischen Imperialismus, der versucht hatte, China zu unterjochen und ganz Asien zu annektieren. Damit errang es den Endsieg im Widerstandskrieg gegen die japanischen Aggression.

Der Widerstandskrieg des chinesischen Volkes ist ein wichtiger Bestandteil des Weltkriegs gegen den deutschen, japanischen und italienischen Faschismus. Das chinesische Volk erhielt die Unterstützung der Völker und aller antifaschistischen Kräfte der ganzen Welt. Zugleich trug es selbst zum Sieg im antifaschistischen Weltkrieg bedeutend bei.

Der Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression ist seit hundert Jahren der erste der vielen antiimperialistischen Kriege, in dem das chinesische Volk einen vollständigen Sieg errungen hat. Dieser Krieg nimmt nicht nur in der Geschichte der revolutionären Kriege des chinesischen Volkes, sondern auch in den Annalen der Kriege aller unterdrückten Nationen gegen die imperialistische Aggression einen äußerst wichtigen Platz ein.

Der Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression war ein Krieg, in dem ein halbkoloniales und halbfeudales, schwaches Land ein starkes imperialistisches Land besiegte. Nachdem der japanische Imperialismus in die Provinzen Nordostchinas eingedrungen war, verfolgte die Kuomintang lange Zeit hindurch eine Politik der Widerstandslosigkeit. In der Anfangsperiode des Widerstandskriegs nutzte der japanische Imperialismus seine militärische Übermacht aus, drang ungehindert bis in das Innere Chinas vor und besetzte die Hälfte seines Territoriums. Angesichts des mutwilligen Angriffs des japanischen Aggressors und einer Woge antijapanischer Entrüstung des chinesischen Volkes sah sich die Kuomintang gezwungen, am Widerstandskrieg teilzunehmen. Kurz danach verfolgte sie aber eine Politik des passiven Widerstands gegen Japan und des aktiven Kampfes gegen die Kommunistische Partei. Die schwere Last im Kampf gegen den japanischen Imperialismus fiel allein auf die Schultern der Achten Route-Armee, der Neuen Vierten Armee und der Bevölkerung der befreiten Gebiete, die von der Kommunistischen Partei Chinas geführt wurden. Die Stärke der Achten Route-Armee und der Neuen Vierten Armee betrug zu Anfang des Widerstandskriegs nur einige Zehntausend Mann. Diese waren nur mangelhaft bewaffnet und schlecht ausgerüstet und standen außerdem lange Zeit hindurch im Kreuzfeuer der Truppen des japanischen Imperialismus und jener der Kuamintang. Aber die Achte Route-Armee und die Neue Vierte Armee erstarkten im Verlauf des Krieges immer mehr und wurden zur Hauptkraft, die den japanischen Imperialismus zerschlug.

Warum kann ein schwaches Land ein starkes schließlich besiegen? Warum konnte eine scheinbar schwache Armee zur Hauptkraft im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression werden?

Die wichtigsten Gründe sind: Der Widerstandskrieg war ein wirklicher Volkskrieg, in dem die Kommunistische Partei Chinas und Genosse Mao Zedong die Führung innehatten und in dem auf politischem sowie auf militärischem Gebiet eine korrekte, dem Marxismus-Leninismus entsprechende Linie durchgeführt wurde. Die Achte Route-Armee und die Neue Vierte Armee waren wirkliche Volksarmeen und befolgten eine ganze Reihe strategischer und taktischer Theorien des Volkskriegs, die von Genossen Mao Zedong ausgearbeitet worden waren.

Die von Mao Zedong aufgestellten Theorien und Richtlinien, die für den Volkskrieg gelten, haben den Marxismus-Leninismus schöpferisch bereichert und weiterentwickelt. Der Sieg des chinesischen Volkes im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression ist ein Sieg im Volkskrieg, ein Sieg des Marxismus-Leninismus und der Ideen Mao Zedongs.

Vor dem Widerstandskrieg machte die Kommunistische Partei Chinas den Ersten Revolutionären Bürgerkrieg (1924 bis 1927) und den Zweiten Revolutionären Bürgerkrieg (1927 bis 1936) durch, fasste aus den Siegen und Misserfolgen in diesen Kriegen Erfahrungen und Lehren zusammen, zog aus ihnen die Schlussfolgerungen und stellte die Ideen Mao Zedongs als Leitlinie der Partei auf. Dies bildete die grundlegende Garantie, die der Partei ermöglichte, das chinesische Volk im Widerstandskrieg zum Sieg zu führen.

Der Sieg des chinesischen Volkes im Widerstandskrieg schuf ihm die Voraussetzungen, die Staatsmacht im ganzen Lande zu ergreifen. Als 1946 die Kuamintang-Reaktionäre mit Unterstützung des USA-Imperialismus einen die ganze Nation erfassenden Bürgerkrieg entfesselten, entwickelten die Kommunistische Partei Chinas und Genosse Mao Zedong die Ideen über den Volkskrieg weiter und führten das chinesische Volk in einem Volkskrieg noch größeren Maßstabes. In etwas mehr als drei Jahren wurde der große Sieg im Volksbefreiungskrieg errungen, die Herrschaft des Imperialismus, Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus in China beendet und die Volksrepublik China gegründet.

Mit dem Sieg des chinesischen Volkes im revolutionären Krieg wurde die Kampffront des Imperialismus im Osten durchbrochen, das Kräfteverhältnis der Welt äußerst stark verändert und die revolutionäre Bewegung aller Völker gefördert. Damit trat die nationale Befreiungsbewegung Asiens, Afrikas und Lateinamerikas in eine neue historische Periode.

Heute widerholt der USA-Imperialismus im Weltmaßstab die gleichen Untaten, die damals der japanische Imperialismus in China und anderen Teilen Asiens verübt hatte. Für die Völker vieler Länder ist es vordringlich notwendig geworden, dass sie den Volkskrieg meistern und ihn als Waffe gegen den USA-Imperialismus und dessen Lakaien verwenden. Der USA-Imperialismus und seine Lakaien lassen jedoch nichts unversucht, um die revolutionären Flammen des Volkskriegs zu ersticken. Die chruschtschowschen Revisionisten fürchten den Volkskrieg wie die Pest und verunglimpfen ihn. Sie machen gemeinsame Sache mit dem USA-Imperialismus und seinen Lakaien, um den Volkskrieg zu verhindern und zu sabotieren. Unter diesen Umständen ist es von äußerst großer praktischer Bedeutung, die geschichtliche Erfahrung des gewaltigen Sieges des Volkskriegs in China sowie die Theorien des Genossen Mao Zedong über den Volkskrieg aufs Neue zu studieren.

Der Hauptwiderspruch während des Widerstandkrieges gegen die japanische Aggression und die Linie der Kommunistischen Partei Chinas

Die Kommunistische Partei Chinas und Genosse Mao Zedong konnten das chinesische Volk deshalb zum Sieg im Widerstandskrieg führen, weil sie vor allem eine marxistisch-leninistische Linie ausgearbeitet und befolgt hatten.

Nach den Grundsätzen des Marxismus-Leninismus und durch die Klassenanalyse legte Genosse Mao Zedong dar, wie sich der Hauptwiderspruch und sekundäre Widersprüche in China nach der Invasion des japanischen Imperialismus umwandelten, wie sich dadurch die Verhältnisse in den Klassen Chinas und die internationalen Beziehungen veränderten, und analysierte das Kräfteverhältnis zwischen China und Japan und schuf so wissenschaftliche Grundlagen für die Ausarbeitung politischer und militärischer Linien im Widerstandskrieg.

In China gab es schon seit Langem zwei grundsätzliche Widersprüche, den Widerspruch zwischen dem Imperialismus und der chinesischen Nation und den zwischen dem Feudalismus und den Volksmassen. Vor Ausbruch des Widerstandskriegs war ein zehnjähriger Bürgerkrieg zwischen der reaktionären Clique der Kuomintang, die die Interessen des Imperialismus, der Großgrundherren und der Großbourgeoisie vertrat, und der Kommunistischen Partei Chinas und der unter ihrer Führung stehenden Roten Armee der Arbeiter und Bauern, welche die Interessen des chinesischen Volkes vetraten, geführt worden. 1931 unternahm der japanische Imperialismus eine Invasion in Nordostchina und besetzte es; später, besonders nach 1935, drang er Schritt für Schritt in das Innere Chinas vor und weitete intensiv seine Aggression aus. Der Überfall des japanischen Imperialismus spitzte den Widerspruch zwischen dem japanischen Imperialismus und der chinesischen Nation aufs Äußerste zu und führte eine Veränderung in den Klassenbeziehungen in China herbei. Die Einstellung des Bürgerkriegs und der vereinte Widerstand gegen die japanische Aggression wurden zur vordringlichen Forderung des ganzen Volkes. Die politische Haltung der nationalen Bourgeoisie und verschiedener Fraktionen in der Kuomintang änderte sich in verschiedenem Maße. Das kam im “Xi’an-Zwischenfall” (1) im Jahre 1936 am besten zum Ausdruck.

Wie sind die Veränderungen in der politischen Lage in China einzuschätzen? Welche Schlussfolgerungen werden daraus gezogen? Das waren Fragen, von denen Leben und Tod der chinesischen Nation abhingen.

Die von Wang Ming vertretenen “linken” Opportunisten in der Kommunistischen Partei Chinas übersahen eine Zeit lang vor dem Ausbruch des Widerstandskriegs die bedeutenden Veränderungen der politischen Situation in China, die seit 1931 durch die japanischen Aggression herbeigeführt worden waren, sie gaben die Steigerung des nationalen Gegensatzes zwischen China und Japan nicht zu, leugneten, dass verschiedene Schichten den Widerstandskrieg forderten, und behaupteten mit Nachdruck, dass in China alle konterrevolutionären Gruppen und politisch in der Mitte stehenden Gruppen und alle imperialistischen Staaten einen einheitlichen Block bildeten. Sie bestanden auf der Politik der verschlossenen Tür und traten fortgesetzt dafür ein, sie alle niederzuschlagen.

Genosse Mao Zedong bekämpfte entschlossen den Fehler der “linken” Opportunisten und analysierte die neue Lage in der chinesischen Revolution tiefschürfend.

Er wies darauf hin: Der Versuch des japanischen Imperialismus, China in seine Kolonie zu verwandeln, verschärfte den Widerspruch zwischen China und Japan und wurde zum Hauptwiderspruch. Die verschiedenen Klassengegensätze in China, wie z. B. der Widerspruch zwischen den Volksmassen und dem Feudalismus, der zwischen den Bauern und der Grundherrenklasse, der zwischen Proletariat und Bourgeoisie, der zwischen Bauern und städtischem Kleinbürgertum einerseits und Bourgeoisie andererseits und andere, blieben immer noch bestehen. Angesichts des Aggressionkriegs gegen China, den Japan entfesselt hat, nahmen diese Widersprüche jetzt einen sekundären, untergeordneten Platz ein. Die Bevölkerung aller Klassen und Schichten in China, abgesehen von einem Häuflein projapanischer Verräter unter den Großgrundherren und in der Großbourgeoisie, forderte gemeinsam den Kampf gegen den japanischen Imperialismus.

Da sich der Widerspruch zwischen China und Japan zum Hauptwiderspruch ausgewachsen hatte, nahm der Widerspruch zwischen China und anderen imperialistischen Staaten, wie z. B. Großbritannien und den USA, nur mehr eine nebensächliche und untergeordnete Stellung ein. Der japanische Imperialismus wollte China als Kolonie nur für sich allein. Dadurch verschärften sich die Widersprüche zwischen dem japanischen Imperialismus und Großbritannien und den USA sowie anderen imperialistischen Staaten. Damit machte er es China möglich, diese Widersprüche auszunützen, um den japanischen Imperialismus zu isolieren und zu bekämpfen.

Soll die Partei angesichts der Aggression des japanischen Imperialismus den Bürgerkrieg weiterführen und die Revolution zur Aufteilung des Bodens fortsetzen oder das Banner der nationalen Befreiung hochheben, alle Kräfte vereinigen, die vereinigt werden können, eine breite nationale Einheitsfront bilden und konzentriert den japanischen Aggressor bekämpfen? Das war eine dringliche Frage, der sich unsere Partei gegenübersah.

Auf Grund einer Analyse der neuen Situation legten die Kommunistische Partei Chinas und Genosse Mao Zedong die Linie der antijapanischen nationalen Einheitsfront fest. Das Banner der nationalen Befreiung hoch erhebend, forderte unsere Partei die ganze Nation auf, sich eng zusammenzuschließen und dem japanischen Imperialismus vereint Widerstand zu leisten. Diese Aufforderung wurde vom ganzen Volk begeistert unterstützt. Durch gemeinsame Anstrengungen unserer Partei, der patriotischen Truppen und Bevölkerung des ganzen Landes wurde die herrschende Clique in der Kuomintang schließlich gezwungen, den Bürgerkrieg einzustellen. Dadurch war eine neue Lage entstanden, in der die Kuomintang und die Kommunistische Partei Chinas zusammenarbeiteten, um vereint gegen die japanische Aggression zu kämpfen.

Im Sommer 1937 brach der japanische Imperialismus einen umfassenden Aggressionskrieg gegen China vom Zaun. In ganz China begann der Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression.

Kann der Widerstandskrieg zum Sieg geführt werden? Wie wird der Sieg errungen? Das waren Fragen, auf die das Volk dringend Antwort verlangte.

Die Defätisten rückten mit der folgenden Meinung heraus: China ist kein ebenbürtiger Gegner Japans. Der Untergang Chinas ist unvermeidlich. Die kurzsichtigen Optimisten machten sich mit folgenden Worten bemerkbar: China kann den Sieg sehr schnell erringen. Dazu bedarf es keiner großen Anstrengungen.

Genosse Mao Zedong analysierte konkret die beiden Seiten des Hauptwiderspruchs zwischen der chinesischen Nation und dem japanischen Imperialismus und wies darauf hin, dass die “Theorie von einem Untergang Chinas” falsch ist, die “Auffassung von einem schnellen Sieg” grundlos, dass der Widerstandskrieg ein Krieg ist, der lange dauern wird und bei dem der Endsieg China gehört.

Genosse Mao Zedong führte in seiner bekannten Schrift “Über den langwierigen Krieg” aus, dass es in diesem Krieg folgende widerspruchsvolle Besonderheiten auf chinesischer und japanischer Seite gibt: Japan ist ein starkes imperialistisches Land, aber der japanische Imperialismus befindet sich im Stadium des Verfalls und des Untergangs, und der von ihm entfesselte Krieg ist aggressiv, reaktionär und barbarisch. Seine menschlichen und materiellen Ressourcen reichen nicht aus, einen Krieg von langer Dauer zu führen. Wegen der Ungerechtigkeit seines Krieges erhält er wenig internationale Hilfe. China ist ein halbkoloniales und halbfeudales schwaches Land, aber es befindet sich in einer historischen Epoche des Fortschritts. Der von ihm geführte Krieg richtet sich gegen die Aggression, ist fortschrittlich und gerecht. China verfügt über die menschlichen Kräfte und materiellen Ressourcen, die es für einen Krieg von langer Dauer benötigt. Es hat umfassende internationale Sympathie und Unterstützung. Das sind die gesamten grundlegenden Faktoren im chinesisch-japanischen Krieg.

Genosse Mao Zedong stellte weiterhin fest, wie diese Faktoren auf den Verlauf des Krieges einwirken werden. Die Vorteile Japans sind vorübergehend und können durch unsere Bemühungen immer mehr verloren gehen. Die Nachteile Japans sind grundsätzlich und unüberwindlich; sie werden im Verlauf des Kriegs größer. Die Nachteile Chinas sind zeitweilig und können Schritt für Schritt beseitigt werden. Die Vorteile Chinas sind grundlegend und werden im Krieg allmählich ihre positiven Wirkungen zeitigen. Die Vorteile Japans und die Nachteile Chinas sind dafür entscheidend, dass China nicht schnell siegen kann. Die Vorteile Chinas und die Nachteile Japans bedingen, dass Japan bestimmt unterliegen und China den Endsieg erringen wird.

Auf Grund dieser Analyse arbeitete Genosse Mao Zedong die strategischen Richtlinien für den Krieg von langer Dauer aus. Diese besagten: Der Widerstandskrieg Chinas wird lange dauern. Wir müssen uns lange Zeit anstrengen. Erst nach langwierigen Bemühungen wird der Feind allmählich geschwächt, werden wir selbst erstarken, so dass aus dem mächtigen Feind ein schwacher wird. wir uns aber aus Schwachen in Starke verwandeln und ausreichend Kräfte zur endgültigen Bezwingung des Feindes sammeln. Genosse Mao Zedong wies darauf hin, dass der Widerstandskrieg infolge der Abnutzung der feindlichen und des Erstarkens unserer eigenen Kräfte in drei Etappen geführt werden wird: in der Etappe der strategischen Defensive, in der des strategischen Gleichgewichts und in der der strategischen Gegenoffensive. Im Laufe eines langandauernden Krieges vollzieht sich die Mobilisierung, Organisierung und Bewaffnung des Volkes. Der Widerstandskrieg kann nur dann beharrlich geführt und die japanischen Aggressoren können nur dann besiegt werden, wenn das ganze Volk für den Volkskrieg mobilisiert wird.

Um den Widerstandskrieg in einen echten Volkskrieg zu verwandeln, stützte sich unsere Partei konsequent auf die breiten Volksmassen, vereinigte sich mit allen antijapanischen Kräften, die vereinigt werden konnten, festigte und erweiterte die antijapanische nationale Einheitsfront. Die grundlegenden Linien unserer Partei waren, die Massen kühn zu mobilisieren, die Kräfte des Volkes zu verstärken, um unter der Führung unserer Partei den Aggressor zu überwältigen und das neue China zu errichten.

Der Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression ist ein historischer Abschnitt in der neudemokratischen Revolution Chinas. Die Linie unserer Partei in diesem Krieg zielte nicht nur auf den Sieg im Widerstandskrieg ab, sondern auch auf die Schaffung der Grundlagen für den Sieg der neudemokratischen Revolution im ganzen Land. Erst nach der erfolgreichen Beendigung der neudemokratischen Revolution konnte die sozialistische Revolution durchgeführt werden. Zu den Beziehungen zwischen der demokratischen und der sozialistischen Revolution sagte Genosse Mao Zedong:

Beim Schreiben eines Aufsatzes kann die zweite Hälfte erst gut geschrieben werden, nachdem die erste Hälfte erfolgreich beendet ist. Die entschlossene Durchführung der demokratischen Revolution ist die Voraussetzung für den Sieg des Sozialismus.” (2)

Die konkreten Dinge korrekt zu analysieren, die konkreten Widersprüche konkret zu lösen ist die lebendige Seele des Marxismus-Leninismus. Genosse Mao Zedong fand aus den komplizierten und verwickelten Widersprüchen den Hauptwiderspruch heraus, analysierte konkret die beiden Seiten dieses Hauptwiderspruchs und löste auf diese Weise weitblickend, schnell und erfolgreich die Frage, wie man die verschiedenen Widersprüche auffassen und behandeln soll.

Gerade auf der Grundlage dieser wissenschaftlichen Analyse setzte Genosse Mao Zedong die politischen und militärischen Linien des Volkskriegs während des Widerstandskriegs fest, entwickelte die Ideen der Errichtung der Stützpunktgebiete auf dem Lande, der Einkreisung der Städte durch die Dörfer und der Eroberung der Städte in der letzten Phase und arbeitete auf den Gebieten der Politik, des Militärwesens, der Wirtschaft und der Kultur eine Reihe von Richtlinien und politischen Maßnahmen und die Strategie und Taktik des Volkskriegs aus. Damit sicherte er den Sieg im Widerstandskrieg und schuf die Voraussetzungen für den Sieg der neudemokratischen Revolution im ganzen Land.

Richtige Befolgung der Linie der Einheitsfront und richtige Durchführung ihrer politischen Maßnahmen

Um den Sieg im Volkskrieg zu erringen, musste eine möglichst umfassende Einheitsfront gebildet werden, waren eine Reihe politischer Maßnahmen erforderlich, die garantieren konnten, dass die Hauptmassen des Volkes ausreichend mobilisiert und alle Kräfte zusammengeschlossen würden, die vereinigt werden konnten.

Die antijapanische nationale Einheitsfront umfasste alle antijapanischen Klassen und Schichten. Diese Klassen und Schichten hatten im antijapanischen Kampf gemeinsame Interessen, die die Grundlage zur Vereinigung bildeten. Aber in ihrer Festigkeit im Widerstandskampf gegen Japan unterschieden sie sich. Unter ihnen bestanden Klassengegensätze und Interessenkonflikte, wodurch der Klassenkampf innerhalb der Einheitsfront unausbleiblich wurde.

Als die Linie der antijapanischen nationalen Einheitsfront der Partei ausgearbeitet wurde, analysierte Genosse Mao Zedong die Gesellschaftklassen in China in folgender Weise:

Die Arbeiter, Bauern und die städtische Kleinbourgeoisie wollen entschieden, dass der Widerstandskrieg bis zu Ende geführt wird. Sie bildeten im Widerstandskrieg die Hauptkraft und die Hauptmassen des Volkes, die Vereinigung und Fortschritt wollen.

Die Bourgeoisie unterteilt sich in eine nationale Bourgeoisie und eine Kompradoren-Bourgeoisie. Innerhalb des Bürgertums bildet die nationale Bourgeoisie zahlenmäßig die Mehrheit. Sie ist verhältnismäßig schwach und verhält sich oft schwankend. Sie steht auch im Widerspruch zu den Arbeitern. Sie ist in gewissen Maße jedoch bereit, gegen den Imperialismus zu kämpfen, und ist deshalb einer unserer Verbündeten im Widerstandskrieg. Die Kompradoren-Bourgeoisie ist die bürokratische Bourgeoisie. Ihre Anzahl ist zwar sehr klein, sie nimmt jedoch in China die herrschende Stellung ein. Sie ist von verschiedenen Imperialisten abhängig, daher zum Teil projapanisch und zum Teil proenglisch oder proamerikanisch. Bei der projapanischen Kompradoren-Bourgeoisie handelt es sich um Kapitulanten, offenkundige oder versteckte Landesverräter. Die proangloamerikanische Komradoren-Bourgeoisie setzt sich in gewissem Maß für den Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression ein. Aber ihre antijapanische Haltung ist nicht fest, und sie verlangt immer nach einem Kompromiss mit Japan. Ihrem Wesen nach ist sie antikommunistisch und volksfeindlich.

Auch die Grundherren teilen sich in drei Gruppen unterschiedlicher Größe – Großgrundherren, mittlere und kleinere Grundherren. Ein Teil der Großgrundherren wurde zu Landesverrätern, ein anderer Teil befürwortete zwar den Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression, ist aber sehr schwankend. Viele mittlere und kleinere Grundherren fordern zwar den Widerstandskrieg, aber stehen in Widerspruch zu den Bauern.

Unter diesen komplizierten und verwickelten Klassenverhältnissen verfolgte unsere Partei bei der Arbeit in der Einheitsfront die Richtlinie der Vereinigung und des Kampfes. Das heißt, mit allen antijapanischen Klassen und Schichten wurde von uns Einheit herbeigeführt. Selbst solche, die nur schwankende und nur zeitweilige Verbündete waren, bemühte wir uns zu gewinnen. Es wurden angemessene politische Maßnahmen ergriffen, um die Beziehungen zwischen allen antijapanischen Klassen und Schichten zu regeln, damit diese Beziehungen den Hauptaufgaben des antijapanischen Widerstands entsprächen. Gleichzeitig bestand unsere Partei auf dem Prinzip der Unabhängigkeit und eigenen Initiative. Sie legte das Schwergewicht ihrer Arbeit auf die kühne Mobilisierung der Massen, auf die Verstärkung der Kräfte des Volkes und führte notwendige Kämpfe gegen alle Handlungen, die dem Widerstandskrieg, der Einheit und dem Fortschritt abträglich waren.

Die Richtlinie unserer Partei  für die antijapanische nationale Einheitsfront unterschied sich sowohl von der des rechten Opportunismus Chen Duxius, der sich mit jedem vereinigen wollte und den Kampf ablehnte, als auch von der des “linken” Opportunismus Wang Mings, der gegen jeden kämpfen wollte und die Vereinigung ablehnte. Unsere Partei fasste die Erfahrungen aus den Misserfolgen des rechten und “linken” Opportunismus zusammen und formulierte die Richtlinie der Verinigung und des Kampfes.

Um sich mit allen anitjapanischen Parteien und Gruppen, einschließlich der Kuomintang, und allen antijapanischen Schichten zum gemeinsamen Kampf gegen Japan zu vereinigen, modifizierte unsere Partei eine Reihe ihrer Richtlinien. Wir verkündeten unsere Kampfentschlossenheit für die völlige Verwirklichung der drei revolutionären Volksgrundsätze Sun Yat-sens. Die regionale Regierung unseres revolutionären Stützpunktgebiets Shaanxi-Gansu-Ningxia wurde in Regierung des Sondergebiets Shaanxi-Gansu-Ningxia der Republik China umbenannt. Unsere Rote Armee der Arbeiter und Bauern wurde als die Achte Route-Armee und die Neue Vierte Armee der nationalen revolutionären Armee reorganisiert. In der Bodenfrage gingen wir von der Politik der Beschlagnahme des Bodens der Grundherren zu einer Herabsetzung von Pacht und Zins über. In unseren Stützpunktgebieten wurden die Körperschaften der politischen Gewalt aus drei verschiedenen politischen Kräften zusammengesetzt. (3) Vertreter der Kleinbourgeoisie, der nationalen Bourgeoisie, der aufgeklärten Persönlichkeiten und Mitglieder der Kuomintang, die antijapanisch waren und nicht gegen die Kommunistische Partei auftraten, wurden zur Teilnahme an den politischen Organen des Sondergebiets herangezogen. Auch alle anderen Richtlinien – zu Fragen der Wirtschaft, der Besteuerung, der Arbeit und der Entlohnung, der Bekämpfung der Spionage, der Rechte des Volkes, der Kultur, der Erziehung und noch anderen . wurden dem Prinzip der antijapanischen nationalen Einheitsfront entsprechend je nach Notwendigkeit und angemessen abgeändert.

Bei der Modifizierung dieser Richtlinien hielten wir an dem Grundsatz der Unabhängigkeit der Kommunistischen Partei, der Volksarmee und der Stützpunktgebiete fest. Wir forderten die Kuomintang beharrlich auf, die ganze Nation zu mobilisieren, die politischen Einrichtungen zu reformieren, Demokratie einzuführen, den Lebensstandard des Volkes zu heben, die Volksmassen zu bewaffnen und einen umfassenden Widerstandskrieg zu führen. Entschieden kämpften wir auch dagegen, dass die Kuomintang im Widerstandskrieg passiv war, gegen die Kommunistische Partei aber aktiv vorging, die antijapanische Volksbewegung unterdrückte und insgeheim auf einen Kompromiss oder auf die Kapitulation zusteuerte.

Die historischen Erfahrungen zeigen uns, dass “linke” Fehler leichter auftauchen, nachdem unsere Partei die Fehler der rechten Abweichung berichtigt hatte. Die Fehler der rechten Abweichung entstanden leichter, nachdem die “linken” Fehler korrigiert waren. Als wir seinerzeit die Beziehungen zu der herrschenden Clique der Kuomintang abbrachen, traten “linke” Fehler leichter auf. Als wir uns mit der herrschenden Clique der Kuomintang verbündeten, kamen Fehler der rechten Abweichung leichter vor.

Nachdem der “linke” Opportunismus bekämpft  und die antijapanische nationale Einheitsfront errichtet worden war, bestand die Hauptgefahr in unserer Partei im rechten Opportunismus oder im Kapitulantentum.

Zu Anfang des Widerstandskriegs schwenkte Wang Ming, der im Zweiten Revolutionären Bürgerkrieg Vertreter des “linken” Opportunismus gewesen war, in ein anderes Extrem um und wurde Vertreter des rechten Opportunismus, des Kapitukantentums. Er bekämpfte die richtige Linie und die richtigen politischen Maßnahmen des Genossen Mao Zedong mit seiner Linie eines vollständigen Kapitulantentums und einer ganzen Reihe von ultra-rechten politischen Maßnahmen. Er gab die Führerrolle des Proletariats in der antijapanischen nationalen Einheitsfront freiwillig auf und überließ sie aus freien Stücken der Kuomintang. Er befürwortete, dass “alles durch die Einheitsfront geschehen” oder “alles der Einheitsfront untergeordnet werden müsse”. In Wirklichkeit bedeutete das, dass alles durch Chiang Kai-shek und die Kuomintang geschehen und ihnen untergeordnet werden müsse. Er stellte sich gegen die kühne Mobilisierung der Massen, gegen die Durchführung der demokratischen Reformen, gegen die Hebung des Lebensstandards der Arbeiter und Bauern und unterminierte das Bündnis der Arbeiter und Bauern, das die Grundlange der Einheitsfront war. Er wollte keine Stützpunktgebiete der revolutionären Volkskräfte unter der Führung der Kommunistischen Partei, sondern wollte den revolutionären Kräften des Volkes die Lebensquelle verschütten. Er wollte keine Volksarmee, die von der Kommunsistischen Partei geführt würde, und überließ Chiang Kai-shek die Streitkräfte des Volkes, das heißt alles, was das Volk besaß. Er wollte keine Führerrolle der Partei und befürwortete ein Bündnis zwischen den Jugendlichen der Kommunsistischen Partei und der Kuomintang, um sich dem Plan Chiang Kai-sheks, die Kommunistische Partei aufzulösen, anzupassen. Er putzte sich politisch heraus und präsentierte sich Chiang Kai-shek, um von diesem ein Amt zu erhalten. Das war nichts Anderes als eine revisionistische Handlungsweise Wang Mings. Wenn wir nach der revisionistischen Linie Wang Mings und seiner ganzen Garnitur von politischen Maßnahmen gehandelt hätten, wäre es für das chinesische Volk unmöglich gewesen, im Widerstandskrieg den Sieg zu erringen, ganz zu schweigen vom späteren Sieg im ganzen Land.

Wang Ming fügte im Widerstandskrieg mit seiner revisionistischen Linie eine gewisse Zeit lang der revolutionären Sache des chinesischen Volkes Schaden zu. Aber die führende Stellung des Genossen Mao Zedongs im Zentralkomitee der Partei war bereits festgelegt. Unter Führung des Genossen Mao Zedong kämpften die Marxisten-Leninisten in der Partei entschlossen gegen die Fehler Wang Mings und berichtigten sie rechtzeitig. Dadurch wurde es Wang Ming unmöglich gemacht, der Sache der Partei mit seiner falschen Linie in noch größerem Maß und noch länger zu schaden.

Chiang Kai-shek half uns als Lehrer durch negatives Beispiel bei der Berichtigung der Fehler Wang Mings. Er unterrichtete uns mehrmals mit seinen Kanonen und Maschinengewehren. Der schwerwiegendste Fall war der Vorfall von Südanhui im Januar 1941. Einige Führer der in Südanhui stationierten Neuen Vierten Armee verstießen gegen die Anweisungen des Zentralkomitees der Partei und folgten der revisionistischen Linie Wang Mings. Infolgedessen erlitt diese Armee durch einen Überraschungsangriff Chiang Kai-sheks schwere Verluste. Viele heldenhafte revolutionäre Kämpfer wurden Opfer des Gemetzels der Kuomintang-Reaktion. Diese mit viel Blut erkaufte Lehre machte den Kopf vieler Genossen klarer und steigerte ihre Fähigkeit, die richtige Linie von der falschen zu unterscheiden.

Genosse Mao Zedong fasste die erfahrungen der ganzen Partei bei der tatkräftigen Durchsetzung der antijapanischen nationalen Einheitsfront ständig zusammen und formulierte rechtzeitig eine Reihe von Richtlinien. Die wichtigsten davon sind:

  1. Die antijapanischen Volksmassen (Arbeiter, Bauern, Soldaten, Studenten und Intellektuelle sowie Kaufleute) müssen sich vereinen und eine antijapanische nationale Einheitsfront bilden.
  2. In der Einheitsfront ist eine Politik der Unabhängigkeit und eigenen Initiative zu verfolgen, das heißt, sowohl Einheit als auch Unabhängigkeit ist nötig.
  3. Auf dem Gebiet der militärischen Strategie ist eine Politik zu verfolgen, nach der ein Partisanenkrieg auf Grund einheitlicher strategischer Planung unabhängig und auf eigene Initiative geführt wird. Man muss im Wesentlichen einen Partisanenkrieg führen, darf aber günstige Gelegenheiten für einen Bewegungskrieg nicht vorbeigehen lassen.
  4. Beim Kampf gegen die von Chiang Kai-shek geleiteten, verbohrten Antikommunisten muss man die Widersprüche zwischen ihnen ausnützen, die Mehrheit gewinnen, die Minderheit bekämpfen und die Feinde nacheinander vernichten, wobei der Kampf so zu führen ist, dass wir im Recht sind, es uns zum Vorteil gereicht und die Grenze des Notwendigen nicht überschritten wird.
  5. Die Politik hinsichtlich der von den Japanern okkupierten Gebiete und der von der Kuomintang beherrschten Gebiete zielt darauf ab, einerseits die Arbeit der Einheitsfront möglichst zu entfalten, andererseits ausgewählte Kader für Untergrundarbeit einzusetzen. Hinsichtlich der organisatorischen und Kampfmethoden bestehtdie Politik darin, dass die ausgewählten Kader Untergrundarbeit leisten, auf lange Zeit in den Massen untertauchen, Kräfte sammeln und warten, bis ihre Zeit kommt.
  6. Unsere grundsätzliche Politik hinsichtlich der Beziehungen zwischen verschiedenen Klassen im Land zielt darauf ab, fortschrittliche Kräfte zu entwickeln, die politisch in der Mitte stehenden Kräfte zu gewinnen und die hartnäckig antikommunistischen Kräfte zu isolieren.
  7. Den hartnäckig antikommunistischen Kräften gegenüber eine revolutionäre Doppelpolitik befolgen: Uns, soweit sie gezwungenermaßen gegen die japanische Aggression auftreten, mit ihnen verbünden, wo sie sich entschieden antikommunistisch verhalten, sie bekämpfen und isolieren.
  8. Auch die Grundherren und die Bourgeoisie, ja sogar die Großgrundherren und die Großbourgeoisie sind in jedem konkreten Fall zu analysieren und zu differenzieren. Auf Grund dieser Unterschiede sind verschiedene Richtlinien zu formulieren, um alle Kräfte zu vereinigen, die vereinigt werden können.

Die Richtlinien und die verschiedenen politischen Maßnahmen der antijapanischen Einheitsfront, die von Genossen mao Zedong festgelegt wurden, sind im Widerstandskrieg erprobt worden und haben sich als völlig richtig erwiesen.

Die Geschichte beweist, dass eine kommunistische Partei angesichts der barbarischen Aggression der Imperialismus das nationale Banner hochhalten, die Einheitsfront als Waffe benutzen, die Volksmassen und alle patriotischen antiimperialistischen Menschen, die über 90 Prozent der gesamten Bevölkerung ausmachen, um sich scharen muss, um alle positiven Faktoren in möglichst großem Umfang zu mobilisieren, alle Kräfte, die vereinigt werden können, weitestgehend zu vereinigen und den gemeinsamen Feind der ganzen Nation weitestgehend zu isolieren. Wenn man das nationale Banner aufgibt, die Linie der “verschlossenen Tür” verfolgt und sich isoliert, kann von einer Führerrolle und von einer Entwicklung der revolutionären Sache des Volkes nicht mehr die Rede sein. Als Folge davon hilft man objektiv dem Feind und fügt sich selbst eine Niederlage zu.

Die Geschichte beweist: Die Kommunistische Partei muss in der Einheitsfront auf Unabhängigkeit in ideologischer, politischer und organisatorischer Hinsicht, auf dem Prinzip der Unabhängigkeit und eigenen Initiative und auf dem Führungsanspruch beharren. Da zwischen verschiedenen Klassen, die sich an der Einheitsfront beteiligen, Klassenunterschiede bestehen, muss die Partei eine richtige Politik festlegen, um fortschrittliche Kräfte zu entwickeln, politisch in der Mitte stehende Kräfte zu gewinnen und den hartnäckigen reaktionären Kräften entgegenzutreten. Das Schwergewicht der Parteiarbeit muss auf die Entwicklung fortschrittlicher Kräfte und auf das Erstarken der revolutionären Kräfte des Volkes gelegt werden. Allein dadurch kann die Einheitsfront erhalten bleiben und sich festigen. “Wir erreichen die Vereinigung durch Kampf; durch Zugeständnisse erreichen wir keine Vereinigung.” (4) Hierin liegt unsere Haupterfahrung, die im Kampf gegen die verbohrten reaktionären Kräfte erworben wurde.

Die Geschichte bestätigt, dass es innerhalb der Einheitsfront während der national-demokratischen Revolution zwei Bündnisse geben muss. Das erste ist das Bündnis der Arbeiter und Bauern, das zweite ist das Bündnis der Werktätigen mit der Bourgeoisie und anderen nichtwerktätigen Menschen. Das Bündnis der Arbeiter und Bauern ist ein Bündnis der Arbeiterklasse mit den Bauern und allen anderen Werktätigen in Stadt und Land. Es bildet die Grundlage der Einheitsfront. Der Angelpunkt in der Frage, ob die Arbeiterklasse die führende Rolle in der national-demokratischen Revolution behalten kann, ist, ob sie die zahlreichen Bauern in den Kampf führen und diese um sich sammeln kann. Nur wenn die Arbeiterklasse die Stellung des Führers der Bauern einnimmt, ist es möglich, auf der Grundlage des Bündnisses der Arbeiter und Bauern das zweite Bündnis einzugehen, eine breite Einheitsfront zu bilden und den Volkskrieg siegreich zu führen. Alles Andere wären sonst nur Luftschlösser und leeres Gerede, und es ist kein Verlass darauf.

Gestützt auf die Bauern, Stützpunktgebiete auf dem Lande errichten!

Im halbkolonialen und halbfeudalen China waren über 80 Prozent der gesamten Bevölkerung Bauern. Sie hatten die dreifache Unterdrückung und Ausbeutung durch Imperialismus, Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus am eigenen Leib zu verspüren, forderten nachdrücklich den Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und nach der Revolution. Wollten wir im Volkskrieg siegen, so mussten wir uns hauptsächlich auf die Bauern stützen.

Aber anfänglich verstanden manche Genossen unserer Partei die Frage nicht. In der Geschichte unserer Partei war während des Ersten Revolutionären Bürgerkriegs einer der Hauptfehler der rechten Opportunisten, vertreten durch Chen Duxiu, dass sie die Wichtigkeit der Bauernfrage verkannten. Sie stellten sich gegen die Mobilisierung und Bewaffnung der Bauern. Während des Zweiten Revolutionären Bürgerkriegs war einer der Hauptfehler der “linken” Opportunisten, mit Wang Ming als Vertreter, dass auch sie die Wichtigkeit der Bauernfrage verkannten. Sie erkannten nicht die Bedeutung der langwierigen Arbeit unter den Bauern und der Errichtung von revolutionären Stützpunktgebieten auf dem Lande. Sie hegten Illusionen von einer raschen Eroberung der Großstädte und einem schnellen Sieg der Revolution im nationalen Maßstabe. Die Fehler dieser zwei opportunistischen Abweichungen brachten der chinesischen Revolution schwere Rückschläge und Niederlagen.

Bereits während des Ersten Revolutionären Bürgerkriegs wies Genosse Mao Zedong darauf hin, dass die Bauernfrage in der chinesischen Revolution eine äußerst wichtige Stellung einnimmt, dass die bürgerliche demokratische Revolution, die sich gegen Imperialismus und Feudalismus richtet, in Wirklichkeit eine Bauernrevolution und, die Bauern bei ihrem Kampf zu führen, die Grundaufgabe des chinesischen Proletariats in der bürgerlichen demokratischen Revolution ist.

Während des Widerstandskriegs gegen die japanische Aggression unterstrich Genosse Mao Zedong wieder, dass die Bauern der zuverlässigste und zahlenmäßig stärkste Verbündete des Proletariats und die Hauptkraft im Widerstandskrieg sind. Die Bauern sind die hauptsächliche Truppenreserve Chinas. Die finanziellen und materiellen Mittel, derer man im langwierigen Krieg bedurfte, kommen in der Hauptsache ebenfalls von den Bauern. Man muss sich im Widerstandskrieg im wesentlichen auf die Bauern stützen und sie zur Teilnahme daran aufs umfassendste mobilisieren.

Der Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression war seinem Wesen nach ein revolutionärer Bauernkrieg unter Führung unserer Partei. Unsere Partei mobilisierte und organisierte die Bauernmassen, veranlasste das Proletariat, sich mit ihnen zu vereinigen; dadurch entstand eine starke Kraft, die jeden mächtigen Feind überwältigen konnte.

Sich auf die Bauern stützen, Stützpunktgebiete auf dem Lande errichten, die Städte durch die Dörfer einkreisen und schließlich die Städte erobern: Das war der Weg zum Sieg, den die chinesische Revolution einschlug.

Auf Grund der Besonderheiten der chinesischen Revolution wies Genosse Mao Zedong darauf hin, dass es wichtig ist, revolutionäre Stützpunktgebiete in den Dörfern zu errichten. Er sagte:

“Der mächtige Imperialismus und seine reaktionären Verbündeten in China haben sich nämlich seit langer Zeit in den wichtigsten Städten des Landes festgesetzt. Wenn also die Reihen der Revolutionäre keinen Kompromiss mit dem Imperialismus und seinen Handlangern eingehen, sondern den Kampf standhaft fortsetzen wollen, wenn die Kräfte der Revolution gesammelt und gestählt werden sollen und, solange sie nicht stark genug sind, einer entscheidenden Schlacht gegen den starken Feind auszuweichen haben, dann müssen aus den rückständigen Dörfern fortschrittliche, gefestigte Stützpunkte, große militärische, politische, ökonomische und kulturelle Bastionen der Revolution gemacht werden. Auf sie gestützt, muss man den grausamen Feind, der die Städte für den Angriff auf die ländlichen Gebiete ausnutzt, bekämpfen und in einem langdauernden Kampf Schritt um Schritt den vollständigen Sieg der Revolution erringen.” (5)

Die Erfahrungen aus der Periode des Zweiten Revolutionären Bürgerkriegs bestätigen, dass di revolutionären Kräfte eine gewaltige Entwicklung erfuhren und ein rotes revolutionäres Stützpunktgebiet nach dem anderen errichtet wurde, als wir nach diesen strategischen Ideen des Genossen Mao Zedong handelten. Als wir aber gegen diese strategischen Ideen verstießen und die Hirngespinste der “linken” Opportunisten ausprobierten, erlitten die revolutionären Kräfte große Verluste, und zwar in den Städten fast hundert Prozent und auf dem Lande neunzig Prozent.

Während des Widerstandskriegs gegen die japanische Aggression besetzten die Truppen des japanischen Imperialismus viele Großstädte und wichtige Verkehrsadern Chinas. Aber die Truppen des japanischen Imperialismus reichten nicht aus, die ausgedehnten ländlichen Gebiete zu besetzen, so dass diese das schwache Kettenglied in der feindlichen Herrschaft blieben. Dadurch war eine größere Möglichkeit geboten, Stützpunktgebiete auf dem Lande zu errichten. Als die japanischen Truppen kurz nach dem Ausbruch des Widerstandskriegs das Innere von China überschwemmten und die Kuomintang-Truppen nach mehreren Niederlagen zurückfluteten, drangen viele Abteilungen der von unserer Partei geführten Achten Route-Armee und der Neuen Vierten Armee auf Grund der genialen Politik des Genossen Mao Zedong heldenhaft in die Gebiete hinter den feindlichen Linien ein und errichteten überall auf dem Lande Stützpunktgebiete. Während des achtjährigen Widerstandskriegs schufen wir in Nord-, Mittel- und Südchina 19 antijapanische Stützpunktgebiete. Mit Ausnahme der Großstädte und wichtiger Verkehradern befanden sich ausgedehnte Gebiete im Hinterland des Feindes in den Händen des Volkes.

In den antijapanischen Stützpunktgebieten führten wir demokratische Reformen durch, hoben den Lebensstandard des Volkes und mobilisierten und organisierten die breiten Bauernmassen. In diesen Stützpunktgebieten wurden in großem Umfang antijapanische demokratische Organe mit politischer Gewalt errichtet. Dadurch erhielten die Volksmassen das demokratische Recht, ihre Angelegenheiten selbst zu verwalten. Darüber hinaus wurden politische Maßnahmen ergriffen, “die öffentlichen Abgaben vernünftig zu verteilen” und “Pacht und Zins zu senken”, wodurch die feudale Ausbeutung verringert und der Lebensstandard des Volkes gehoben wurde. Auf diese Weise erhöhte sich die Begeisterung der Bauernmassen gewaltig. Auf alle antijapanische Schichten wurde Rücksicht genommen, und diese schlossen sich noch enger zusammen. Bei der Festlegung der Richtlinien für die Stützpunktgebiete galt für uns die Überlegung ihrer Nützlichkeit zur Entfaltung unserer Arbeit in den vom Feind besetzten Gebieten.

In den vom Feind eingenommenen Städten und Dörfern verbanden wir den legalen Kampf mit dem illegalen Kampf, vereinten uns dort mit den die Grundlage bildenden Volksmassen und allen Patrioten, führten eine Spaltungs- und Zersetzungstätigkeit gegen die politische Macht des Feindes und seiner Marionetten durch und bereiteten uns vor, den Feind von innen und außen anzugreifen, sobald die Bedingungen dazu reif waren.

Die von unserer Partei errichteten Stützpunktgebiete wurden zum Zentrum des Widerstandskrieges des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression und zur Rettung des Vaterlandes. Mit Hilfe dieser Stützpunktgebiete entwickelte und verstärkte unsere Partei die revolutionären Kräfte des Volkes, harrte im langen Widerstandskrieg aus und errang dadurch den Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression.

Selbstverständlich verlief die Entwicklung der revolutionären Stützpunktgebiete nicht immer reibungslos. Sie bildeten für den Feind eine gewaltige Bedrohung. Es stand außer Zweifel, dass sie von Feind angegriffen werden würden. Der Verlauf ihrer Entwicklung konnte deshalb nicht anders sein als ein auf Zickzackwegen erfolgender, wiederholter Wechsel von Erweiterung, Verkleinerung und wiederum Erweiterung. Von 1937 bis 1940 hatten wir einmal antijapanische Stützpunktgebiete mit bis zu 100 Millionen Menschen aufgebaut. Von 1941 an bis 1942 setzte sich jedoch der japanische Imperialismus den Großteil seiner aggressiven Streitkräfte in China zu wütenden Angriffen auf die Stützpunktgebiete ein und richtete in ihnen barbarische Zerstörungen an. Zugleich kreiste die Kuomintang unsere Stützpunktgebiete ein, blockierte sie und griff sie sogar an. 1942 waren die Stützpunktgebiete so weit zusammengeschrumpft, dass sie nur noch eine Bevölkerung von weniger als 50 Millionen hatten. Unsere Partei stütze sich voll und ganz auf die Volksmassen, ergriff konsequent eine Reihe korrekter Richtlinien und Maßnahmen, so dass die Stützpunktgebiete auch unter äußerst schwierigen Umständen gehalten werden konnten. In diesen Wechselfällen und Wendungen des Kampfes stählten sich jedoch die Armee und Bevölkerung der Stützpunktgebiete und wurden immer stärker. Von 1943 an wurden unsere Stützpunktgebiete allmählich wiederhergestellt und erweitert. 1945 belief sich die Bevölkerungszahl in diesen Gebieten bereits auf 160 Millionen. In der Entwicklung der revolutionären Stützpunktgebiete während der ganzen chinesischen Revolution wiederholte sich das Auf und Ab mehrere Male. Die Stützpunktgebiete hatten viele Prüfungen durchgestanden, ehe sie allmählich aus zersplitterten kleinen Stützpunktgebieten zu großen vereinten Gebieten verschmolzen und sich wellenartig weiter ausdehnten.

Der Vorgang beim Aufbau der revolutionären Stützpunktgebiete war eine gewaltige Generalprobe, durch die der nationale Sieg vorbereitet wurde. In den Stützpunktgebieten bauten wir die Partei auf, verwalteten wir administrative Behörden, stellten Volksstreitkräfte auf, bildeten Massenorganisationen, kümmerten uns um die industrielle und landwirtschaftliche Produktion, um Kultur und Volksbildung, kurz, um alles, was für die selbstständige Existenz eines Gebietes notwendig ist. Unsere Stützpunktgebiete waren tatsächlich ein Staat im Kleinen. Mit der ständigen Erweiterung unserer Arbeit in den Stützpunktgebieten hat unsere Partei eine starke Volksarmee gestählt, Funktionäre für verschiedene Tätigkeitssphären herangebildet, Erfahrungen auf vielen Gebieten gesammelt und sowohl materielle als auch moralische Kräfte gespeichert. So wurden optimale Voraussetzungen für den Sieg im ganzen Land geschaffen.

Die revolutionären Stützpunktgebiete, die im Widerstandskrieg errichtet wurden, bildeten die Ausgangsbasen, von denen aus das das chinesische Volk den Volksbefreiungskrieg führte und die reaktionäre Kuomintang-Clique niederwarf. Im Befreiungskrieg befolgten wir weiterhin den Kurs, die Städte von den Dörfern her einzukreisen, um sie schließlich zu erobern, und errangen so im ganzen Land den Sieg.

Aufbau einer Volksarmee von neuem Typ

“Gibt es keine Volksarmee, dann gibt es für das Volk nichts.” (6) Das ist der Schluss, den Genosse Mao Zedong aus den Erfahrungen des chinesischen Volkes in den langen Jahren des revolutionären Kampfes gezogen hat, Erfahrungen, die mit Blut bezahlt waren. Das ist eine allgemeine Wahrheit des Marxismus-Leninismus.

Das besondere Merkmal der chinesischen Revolution war die bewaffnete Revolution gegen die bewaffnete Konterrevolution. Die Hauptform des Kampfes war Krieg, und die Hauptform der Organisation war die Armee, die unter der absoluten Führung der Kommunistischen Partei Chinas stand, während alle anderen Formen der Organisation und des Kampfes, welche die Partei leitete, unmittelbar oder mittelbar mit dem Krieg verbunden waren.

Im Ersten Revolutionären Bürgerkrieg nahmen viele der besten Genossen aus der Partei aktiv am bewaffneten revolutionären Kampf teil. Aber unsere Partei befand sich damals noch in ihrem Kindheitsstadium und hatte dieses besondere Merkmal der chinesischen Revolution noch nicht klar erfasst. Erst nach dem Ersten Revolutionären Bürgerkrieg, erst nachdem die Kuomintang die Revolution verraten, eine große Zahl Kommunisten niedergemetzelt und alle revolutionären Massenorganisationen vernichtet hatte, erkannte unsere Partei klarer, dass es von äußerster Wichtigkeit sei, revolutionäre Streitkräfte zu organisieren, die Strategie und Taktik des revolutionären Krieges zu studieren, und sie schuf die Rote Armee der Arbeiter und Bauern, die erste Volksarmee unter Führung der Kommunistischen Partei Chinas.

Im Zweiten Revolutionären Bürgerkrieg wuchs die von Genossen Mao Zedong geschaffene Rote Armee der Arbeiter und Bauern beträchtlich und erreichte die Gesamtstärke von 300’000 Mann. Aber als Folge der falschen politischen und militärischen Linie der “links”-opportunistischen Führung verlor sie später neun Zehntel ihrer Kräfte.

Zu Beginn des Widerstandskrieges gegen die japanische Aggression verfügte die von der Kommunistischen Partei Chinas geführte Volksarmee nur über etwas mehr als 40’000 Mann. Auf jede erdenkliche Art versuchte die reaktionäre Kuomintang-Clique, diese Volksarmee einzuschränken, zu schwächen und zu vernichten. Genosse Mao Zedong betont, dass es unter diesen Umständen, um den Widerstandskrieg weiter zu führen und die japanischen Aggressoren zu besiegen, notwendig sei, die Achte Route-Armee, die Neue Vierte Armee und alle Partisaneneinheiten, die von unserer Partei geführt wurden, bedeutend zu vergrößern und zu festigen. Die ganze Partei solle dem Krieg große Aufmerksamkeit schenken und die militärischen Angelegenheiten studieren. Jedes Parteimitglied solle jederzeit bereit sein, die Waffen zu ergreifen und an die Front zu gehen.

Genosse Mao Zedong verwies mit besonderem Nachdruck darauf: Kommunisten kämpfen nicht um persönliche militärische Macht, sondern müssen um die militärische Macht der Partei und des Volkes kämpfen.

Geleitet von der richtigen Linie der Partei, die revolutionären Streitkräfte zu vergrößern, gingen die Achte Route-Armee, die Neue Vierte Armee und antijapanische Partisaneneinheiten unter Führung unserer Partei zu Beginn des Widerstandskrieges unverzüglich in die vordersten Linien. Wir verstreuten die Keime zu bewaffneten Kräften des Volkes in den ausgedehnten Gebieten hinter den feindlichen Linien und fachten überall die Flammen des Partisanenkriegs an. Unsere Volksarmee wurde im Kampf ständig größer und stärker, so dass sie zu Ende des Widerstandskrieges bereits eine Million Mann stark war, und außerdem gab es noch eine Miliz in der Stärke von mehr als zwei Millionen Mann. Dadurch konnten wir nahezu 64 Prozent der japanischen Aggressionstruppen und 95 Prozent der Marionettentruppen bekämpfen und zur Hauptkraft im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression werden. Während wir den japanischen Aggressionstruppen Widerstand leisteten, schlugen wir drei großangelegte antikommunistische Angriffe zurück, welche die reaktionäre Kuomintang-Clique in den Jahren 1939, 1941 und 1943 unternahm, und brachten ihre zahllosen “Reibungsmanöver” zum Scheitern.

Warum konnten die Achte Route-Armee und die Neue Vierte Armee, die im Widerstandskrieg zuerst klein und schwach waren, groß und stark werden und so große Siege erringen?

Der wesentliche Grund war, dass die Achte Route-Armee und die Neue Vierte Armee nach der Theorie des Genossen Mao Zedong über den Aufbau eine Armee errichtet waren. Sie waren Armeen von neuem Typ, Volksarmeen, die den Interessen des Volkes mit ganzem Herzen dienten.

Entsprechend der Theorie des Genossen Mao Zedong über den Aufbau einer Volksarmee stand unsere Armee unter der absoluten Führung der Kommunistischen Partei Chinas und führte die marxistisch-leninistische Linie und Politik der Partei äußerst getreu durch. Sie besass in hohem Maße bewusste Disziplin und einen Heldenmut, mit dem sie alle Feinde überwältigte und alle Schwierigkeiten überwand. Innerhalb der Armee bestand zwischen Kadern und Kämpfern, zwischen den Angehörigen in untergeordneten und jenen in übergeordneten Stellungen, zwischen den verschiedenen Abteilungen und zwischen den verschiedenen Brudereinheiten der Armee volle Solidarität. Ähnlich bestand volle Solidarität zwischen der Armee und dem Volk und zwischen der Armee und örtlichen Behörden.

Im Widerstandskrieg führte unsere Armee die drei von Genossen Mao Zedong gestellten Aufgaben, nämlich den Kampf, die Massenarbeit und die Produktion, energisch durch und war zugleich eine Kampftruppe, eine politische Arbeitstruppe und ein Produktionskorps. Überall, wohin sie ging, leistete sie unter den Massen Propagandaarbeit, organisierte und bewaffnete sie und half ihnen, eine revolutionäre politische Gewalt zu errichten. Unsere Armeeangehörigen hielten die Drei Regeln der Disziplin und die Acht Punkte zur Beachtung (7) strikt ein, entfalteten eine Bewegung, “die Regierung zu unterstützen und die Freundschaft mit dem Volke pflegen”, und taten überall Gutes für das Volk. Sie nützten auch jede Gelegenheit aus, sich selbst mit der Produktion zu beschäftigen, um wirtschaftliche Schwierigkeiten zu überwinden, die eigene Lebenshaltung zu bessern und dem Volke seine Bürden zu erleichtern. Durch ihre beispielgebenden Taten fanden sie die restlose Unterstützung der Massen, von denen sie liebevoll “unsere eigenen Söhne” genannt wurden.

Unsere Armee bestand aus hauptsächlichen und örtlichen Streitkräften. Außerdem baute sie energisch die Miliz auf und entwickelte sie weiter. Auf diese Weise praktizierte sie ein System der Kombinierung dreier verschiedener militärischer Formen, das heißt der hauptsächlichen Streitkräfte, der örtlichen Streitkräfte und der Miliz.

Unsere Armee verfolgte auch bei der Gewinnung feindlicher Offiziere und Mannschaften und der nachsichtigen Behandlung der Kriegsgefangenen eine richtige Politik. Während des Widerstandskriegs waren wir nicht nur imstande, die Meuterei und das Überlaufen großer Truppenteile der Marionetten zu veranlassen, sondern haben auch viele japanische Kriegsgefangene, die mit dem Gift der faschistischen Ideologie arg verseucht waren, mit Erfolg umerzogen. Nachdem sie politisch erwacht waren, organisierten sie sich in Organisationen, wie z. B. die Liga zur Befreiung des japanischen Volkes, der Antikrieg-Bund der Japaner in China und der Bund der erwachten Japaner, halfen uns, die japanische Armee zu zersetzen, und arbeiteten mit uns zusammen beim Widerstand gegen den japanischen Militarismus.

Das Wesentliche an der Theorie des Genossen Mao Zedong über den Aufbau einer Armee besteht darin, dass beim Aufbau einer Volksarmee der Politik der Vorrang eingeräumt werden muss. Das heißt, die Armee muss zuerst und vor allem auf einer politischen Grundlage aufgebaut werden. Politik ist der Kommandeur, Politik die Seele von Allem. Die politische Arbeit ist die Lebensader unserer Armee. Selbstverständlich muss eine Volksarmee ihre Aufmerksamkeit auf die ständige Verbesserung ihrer Waffenausrüstung und Steigerung ihres militärisch-technischen Könnens richten, aber beim Gefecht stützt sie sich nicht nur auf ihre Waffen und ihre technischen Fertigkeiten, sondern hauptsächlich auf die Politik, auf das proletarische revolutionäre Bewusstsein und den Mut der Kommandeure und Kämpfer sowie auf die Unterstützung und Hilfe durch die Massen.

Dank der Anwendung der Linie des Genossen Mao Zedong über den Aufbau einer Armee gab es in unserer Armee immer ein hohes proletarisches politisches Bewusstsein, ein eifriges Studium der Ideen Mao Zedongs, eine ausgezeichnete Moral, eine feste Einheit und einen tiefen Hass gegen den Feind, und dadurch ist eine große moralische Kraft zustande gekommen. Bei den Kampfhandlungen fürchtete die Armee weder Schwierigkeiten noch den Tod und war imstande, wie es die Bedingungen erforderten, zu stürmen oder ihre Stellung zu halten. Ein einzelner Mann konnte die Aufgabe von mehreren, Dutzenden, ja sogar Hunderten Kämpfern übernehmen, und geradezu Wunder konnten vollbracht werden.

Durch all dies unterscheidet sich die von der Kommunistischen Partei Chinas geführte Volksarmee grundlegend von allen bürgerlichen Armeen und allen Armeen des alten Typs, die den Ausbeuterklassen dienen und von einer Handvoll Leuten missbraucht und ausgenutzt werden. Die Erfahrungen im Volkskrieg in China beweisen, dass eine nach der Theorie des Genossen Mao Zedong über den Aufbau einer Armee geschaffene Volksarmee unvergleichlich mächtig und unüberwindlich ist.

Die Anwendung der Strategie und Taktik des Volkskriegs

Engels sagte:

“Die Emanzipation des Proletariats wird auch einen besondern militärischen Ausdruck haben, wird eine aparte, neue Kriegsmethode erzeugen.” (8)

Engels’ tiefgründige Voraussage ist in den revolutionären Kriegen, die das chinesische Volk, geführt von der Kommunistischen Partei Chinas, durchfochten hat, eingetroffen. Im Laufe des langen bewaffneten Kampfes haben wir eine Reihe strategischer und taktischer Leitsätze und Methoden des Volkskrieges geschaffen, dank denen wir imstande waren, unsere starken Seiten auszunutzen, um den Gegner an seinen schwachen Punkten anzugreifen.

Auf Grund seiner umfassenden Analyse der Lage beim Gegner und bei uns hat Genosse Mao Zedong während des Widerstandskrieges gegen die japanische Aggression für die von unserer Partei geführte Achte Route-Armee und Neue Vierte Armee folgende strategische Grundsätze niedergelegt:

“Im Wesentlichen den Partisanenkrieg führen, aber auch auf Bewegungskrieg nicht verzichten, wenn günstige Bedingungen dazu gegeben sind.” (9)

Er hob den Partisanenkrieg auf ein strategisches Niveau, weil die revolutionären Streitkräfte, wenn sie einen mächtigen Feind besiegen sollen, den Kampf dort, wo zwischen der eigenen Stärke und der des Feindes ein großer Unterschied besteht, nicht mit leichtsinniger Geringschätzung der Folgen führen dürfen. Wenn sie es tun, werden sie schwere Verluste erleiden und der Revolution ernsthafte Rückschläge verursachen. Der einzige Weg, die ganze Kraft des Volkes gegen den Feind zu mobilisieren und einzusetzen, das einzige Mittel, unsere Kräfte im Verlauf des Krieges zu verstärken, den Feind zu erschöpfen und zu schwächen, das Kräfteverhältnis zwischen dem Feind und uns Schritt für Schritt zu verändern, vom Partisanenkrieg auf den Bewegungskrieg umzuschalten und schließlich den Feind zu besiegen, ist der Partisanenkrieg.

Im Anfangsstadium des Zweiten Revolutionären Bürgerkriegs stellte Genosse Mao Zedong folgende grundlegende Taktik des Partisanenkriegs auf:

“Rückt der Feind vor, ziehen wir uns zurück. Bezieht der Feind Quartier, unternehmen wir Störaktionen. Ermattet der Feind, gehen wir zum Angriff über. Tritt der Feind den Rückzug an, nehmen wir die Verfolgung auf.”

Im Widerstandskrieg gegen die die japanische Aggression wurde die Taktik des Partisanenkrieges weiterentwickelt. In den Stützpunktgebieten hinter den feindlichen Linien beteiligte sich Alles am Kampf: Truppe und Zivilbevölkerung, Mann und Frau, Alt und Jung. Jeder, jedes einzelne Dorf führte den Kampf. Verschiedene geniale Kampfmethoden wie der “Spatzen-Krieg” (10), der Minenkrieg, der Tunnelkrieg, der Sabotagekrieg und der Partisanenkrieg auf Seen und Flüssen wurden ersonnen.

In der späteren Periode des Widerstandskrieges gegen die japanische Aggression und im Dritten Revolutionären Bürgerkrieg gingen wir angesichts der Veränderungen im Kräfteverhältnis zwischen dem Feind und uns strategisch vom Partisanenkrieg als Hauptform des Kampfes zum Bewegungskrieg als seine Hauptform über. In der mittleren und insbesondere letzten Periode des Dritten Revolutionären Bürgerkrieges hatten sich unsere Operationen zu einem großangelegten Bewegungskrieg entwickelt, zu dem auch die Offensive auf die Großstädte gehörte.

Der grundlegende Leitgedanke unserer militärischen Operationen ist, dass wir einen Vernichtungskrieg führen. Dieser Leitgedanke muss als Hauptform des Kampfes sowohl beim Bewegungskrieg als auch beim Partisanenkrieg geltend gemacht werden. Es ist wahr, dass im Partisanenkrieg viel getan werden muss, um den Feind zu zersprengen und ihn zu überfallen sowie zu belästigen, aber es ist außerdem notwendig, wo immer die Voraussetzungen dafür günstig sind, für den Vernichtungskrieg aktiv einzutreten und ihn energisch zu führen. Im Bewegungskrieg müssen in jeder Schlacht überlegene Kräfte zusammengezogen werden, damit die Kräfte des Feindes eine nach der anderen vernichtet werden können. Genosse Mao Zedong hat Folgendes gesagt:

“Bei einem mächtigen Feind kann eine Operation zur Zersprengung und Vertreibung des Gegners für Sieg oder Niederlage nicht entscheidend sein. Vernichtungsschlachten üben hingegen sofort auf jeden Feind eine starke Wirkung aus. Wenn man jemand alle zehn Finger verletzt, so ist das nicht so wirksam, wie wenn man ihm einen Finger ganz abschlägt; wenn man zehn feindliche Divisionen zersprengt und in die Flucht schlägt, so hat das nicht die gleiche Wirkung wie die Vernichtung einer einzigen Division.” (11)

Vernichtungsschlachten sind die wirksamste Methode, um den Feind Schläge zu versetzen; jedes Mal, sobald eine von seinen Brigaden oder eines von seinen Regimentern vernichtet ist, wird er eine Brigade oder ein Regiment weniger besitzen, und die feindlichen Streitkräfte werden demoralisiert und zersetzt. Dadurch, dass unsere Armee Vernichtungsschlachten schlägt, ist sie imstande, bei jeder Schlacht Kriegsgefangene zu machen und Waffen des Gegners zu erbeuten, die Moral unserer Armee hebt sich, unsere Verbände werden größer, unsere Rüstung wird verbessert und unsere Kampfkraft steigt beständig.

In seinen berühmten zehn militärischen Prinzipien weist Genosse Mao Zedong auf Folgendes hin:

“Für jede Aktion muss eine absolut überlegene Truppenstärke zusammengezogen werden (das Zwei-, Drei- oder Vierfache, manchmal sogar das Fünf- oder Sechsfache der feindlichen Stärke), die feindlichen Kräfte müssen völlig umzingelt werden, man muss sich bemühen, sie völlig zu vernichten und niemand aus dem Netz entschlüpfen zu lassen. Unter besonderen Umständen wird die Methode angewandt, den Feind vernichtend zu schlagen, das heißt wir führen unter Konzentration aller unserer Kräfte einen Frontalangriff und gleichzeitig auch einen Angriff auf eine oder beide seiner Flanken durch, mit dem Ziel, den einen Teil seiner Streitkräfte zu vernichten und den anderen zu zersprengen, so dass unsere Armee ihre Verbände rasch zu Vernichtung anderer gegnerischer Armee einsetzen kann. Wir müssen eine Abnutzungsschlacht vermeiden, bei der wir mehr verlieren als wir gewinnen oder bei der sich Gewinn und Verlust gerade die Waage halten. Auf diese Weise sind wir wohl im Ganzen gesehen (zahlenmäßig) schwächer, aber in jeder Teilaktion und in jeder konkreten Schlacht sind wir absolut überlegen, womit uns der Sieg in der Schlacht sicher ist. Mit der Zeit werden wir auch als Ganzes die Oberhand gewinnen, bis wir schließlich den Feind gänzlich vernichten können.” (12)

Zu gleicher Zeit sagte er, wir sollten zuerst verstreute oder isolierte feindliche Streitkräfte angreifen und uns erst später gegen konzentrierte und starke Kräfte des Feindes wenden und versuchen, sie im Bewegungskrieg zu vernichten. Wir sollten in jeder Schlacht, die wir schlagen, die starken Seiten unserer Armee und ihre hervorragende Kampfweise zur Geltung bringen. Das sind die Hauptgrundsätze bei der Führung eines Vernichtungskrieges.

Um den Feind zu vernichten, müssen wir uns der Politik bedienen, ihn tief hereinzulocken, und müssen von uns selbst aus planmäßig einige Städte und Landstriche aufgeben und ihn hereinlassen. Nur wenn man den Feind hereinlässt, kann das Volk auf verschiedene Weise am Krieg teilnehmen, wird die Überlegenheit im Volkskrieg maximal zur Geltung gebracht. Nur wenn man den Feind hereinlässt, kann man ihn zwingen, seine Streitkräfte zu teilen, schwere Belastungen auf sich zu nehmen und Fehler zu begehen. Mit anderen Worten, wir müssen den Feind dazu veranlassen, überheblich zu werden, seine Finger nach allem und jedem zu strecken und mit beiden Füßen im Schlamm steckenzubleiben. Auf diese Weise können wir überlegene Streitkräfte zusammenziehen, um die feindlichen Truppen eine nach der anderen zu vernichten, ihn stückweise zu verschlucken. Erst nachdem die Kräfte des Feindes vernichtet sind, kann man zu guter Letzt Städte und Gebiete halten oder besetzen. Wir sind entschieden dagegen, aus Angst, dass unser Territorium verloren gehe und unsere Töpfe und Pfannen zerschlagen werden könnten, unsere Streitkräfte zu teilen, alle Stellungen zu halten und überall Widerstand zu leisten, denn auf diese Weise können wir die feindlichen Streitkräfte weder vernichten, noch unsere Städte und Örtlichkeiten halten.

Genosse Mao Zedong hat uns mit einer meisterhaften Zusammenfassung der Strategie und der Taktik des Volkskrieges versehen: Ihr kämpft auf eure Art und wir auf unsere. Wenn wir siegen können, kämpfen wir, können wir es nicht, dann ziehen wir ab.

Mit anderen Worten: Ihr verlasst euch auf moderne Waffen, wir auf die Volksmassen mit hohem revolutionären Bewusstsein. Ihr bringt eure Überlegenheit zur vollen Geltung, wir die unsere. Ihr habt eure Kampfweise, wir die unsere. Wenn ihr uns schlagen wollt, lassen wir das nicht zu, und ihr werdet uns nicht einmal finden. Aber wenn wir euch schlagen wollen, dann werden wir euch treffen, genau und präzis, und euch vernichten. Wenn wir imstande sind, euch zu vernichten, werden wir das tun. Wenn wir dazu nicht imstande sind, werden wir darauf achtgeben, dass ihr uns nicht vernichtet. Nicht kämpfen, wenn man gewinnen kann, ist Opportunismus. Auf den Kampf bestehen, wenn man nicht siegen kann, ist Abenteurertum. Unsere ganze strategische und taktische Zielsetzung beruht hauptsächlich auf dem Bestreben, zu kämpfen. Wenn wir die Notwendigkeit eines Abzugs zugeben, so unter der Voraussetzung, dass wir vor allen Dingen die Notwendigkeit des Kämpfens anerkannt haben. Die einzige Absicht beim Abziehen ist der Kampf und letzten Endes die vollständige Vernichtung des Feindes. Diese Strategie und Taktik kann nur angewandt werden, wenn man sich auf die breiten Volksmassen verlässt, und wenn man so verfährt, bringt man damit die Überlegenheit des Volkskriegs zur vollen Geltung. Wie überlegen der Feind in technischer Ausrüstung auch immer sein mag und zu was für Winkelzügen er seine Zuflucht auch immer nehmen mag, er wird in eine Lage geraten, in der  er zu Passivität verurteilt und Angriffen ausgesetzt ist, und die Initiative wird immer bei uns liegen.

Wir entwickelten uns aus einer Streitkraft, die klein und schwach war, zu einer, die groß und stark wurde, und besiegten schließlich die mächtigen Feinde im In- und Ausland, weil wir die Strategie und Taktik des Volkskriegs verfolgten. In den acht Jahren des Widerstandskrieges hatte die von der Kommunistischen Partei Chinas geführte Volksarmee mehr als 125’000 Gefechte mit dem Feind und setzte mehr als 1.7 Millionen Mann der japanischen und der Marionettentruppen außer Gefecht. In den drei Jahren des Befreiungskrieges haben wir reaktionäre Truppen der Kuomintang in Stärke von acht Millionen Mann außer Gefecht gesetzt und den großen Sieg der Revolution des Volkes errungen.

Festhalten an der Politik, sich auf die eigene Kraft zu verlassen!

Der Widerstandskrieg des chinesischen Volkes gegen die japanische Aggression war ein wichtiger Bestandteil des antifaschistischen Weltkriegs. Der Sieg im ganzen antifaschistischen Krieg war die Folge des gemeinsamen Kampfes der Völker auf der ganzen Welt. Die Sowjetarmee, die von der Kommunistischen Parte der Sowjetunion mit Stalin an der Spitze geführt wurde, spielte in der letzten Etappe des antifaschistischen Krieges bei der Bezwingung des japanischen Imperialismus eine bedeutende Rolle. Die Völker Koreas, Vietnams, der Mongolischen Volksrepublik, Laos’, Kambodschas, Indonesiens, Burmas, Indiens, Pakistans, Malayas, der Philippinen, Thailands und gewisser anderer asiatischer Länder haben dazu ebenfalls beträchtlich beigetragen. Auch die Völker Amerikas, Ozeaniens, Europas und Afrikas leisteten ihren Beitrag.

Unter außerordentlich schwierigen Umständen führten die japanischen Kommunisten und die revolutionären Kräfte im japanischen Volk ihren tapferen und entschlossenen Kampf weiter und leisteten bei der Niederwerfung des japanischen Faschismus ihre Beiträge.

Der gemeinsame Sieg wurde von allen Völkern errungen, die einander unterstützten und ermutigten. Jedoch wurde jedes Land vor allem durch die Bemühungen seines eigenen Volkes befreit.

Sowohl im siegreichen Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression als auch im siegreichen Volksbefreiungskrieg erfreute sich das chinesische Volk der Unterstützung durch andere Völker, und doch wurde der Sieg in der Hauptsache durch die eigenen Anstrengungen des chinesischen Volkes errungen. Gewisse Leute behaupten, dass der chinesische Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression zur Gänze ausländischer Hilfe zu verdanken sei. Diese absurde Behauptung stimmt mit der der japanischen Militaristen überein.

Die Befreiung der Massen erfolgt durch die Massen selbst. Das ist eines der grundlegenden Prinzipien des Marxismus-Leninismus. Die Revolution oder der Volkskrieg in irgendeinem Land ist eine Angelegenheit der Massen dieses Landes selbst; sie soll und kann in erster Linie nur mit den eigenen Kräften durchgeführt werden.

Während des Widerstandskrieges gegen die japanische Aggression hielt unsere Partei immer daran fest, dass sich China hauptsächlich auf seine eigene Kraft verließ, während es danach strebte, möglichst viel ausländische Unterstützung zu erlangen. Wir waren entschieden gegen die von der herrschenden Clique der Kuomintang verfolgte Politik: sich ausschließlich auf die Hilfe aus dem Ausland zu verlassen. In den Augen der Kuomintang und Chiang Kai-sheks taugten die Industrie und Landwirtschaft Chinas nichts, waren seine Waffen und Ausrüstungen nicht gut, überhaupt nichts in China war zu irgendetwas gut, und daher war China, wenn es Japan besiegen wollte, unbedingt von anderen Ländern und insbesondere den amerikanischen und britischen Imperialisten abhängig. Das waren durch und durch sklavische Gedankengänge. Unsere Politik war der der Kuomintang vollkommen entgegengesetzt. Unsere Partei war der Meinung, dass es möglich sei, die Widersprüche zwischen dem amerikanischen und britischen Imperialismus einerseits und dem japanischen andererseits auszunützen, aber dass auf die Ersteren keinerlei Verlass sei. Tatsächlich spannen die amerikanischen und britischen Imperialisten wiederholt Intrigen, um ein “fernöstliches München” herbeizuführen und dadurch auf Kosten Chinas zu einem Kompromiss mit dem japanischen Imperialismus zu gelangen, und versorgten eine beträchtliche Zeit die japanischen Aggressoren mit Kriegsmaterial. In der Periode des Widerstandskriegs halfen die USA-Imperialisten zwar auch China, aber dabei hegten sie finstere Pläne, nämlich, es in ihre eigene Kolonie zu verwandeln. Genosse Mao Zedong sagte:

“China muss sich im Widerstandskrieg hauptsächlich auf seine eigenen Kräfte verlassen.” (13)

Er fügte hinzu:

“Wir hoffen auf ausländische Hilfe, aber können von ihr nicht abhängig sein. Wir verlassen uns auf unsere eigenen Anstrengungen, auf die schöpferische Kraft der ganzen Armee und des ganzen Volkes.” (14)

Das Vertrauen auf die eigene Kraft war für die von unserer Partei geführten Volksstreitkräfte und befreiten Gebiete von besonderer Wichtigkeit.

Im Anfangsstadium des Widerstandskriegs gab die Regierung der Kuomintang der Achten Route-Armee und Neuen Vierten Armee noch ein wenig Sold, aber später gab sie ihnen nicht einen Groschen. Als Folge der wütenden Angriffe und der brutalen “Säuberungs”-Feldzüge der japanischen Imperialisten, der militärischen Einkreisung und der wirtschaftlichen Blockade durch die Kuomintang und der Naturkatastrophen standen die befreiten Gebiete großen Schwierigkeiten gegenüber. Die Jahre 1941/42 waren besonders schwer, wir waren mit Nahrung und Bekleidung sehr knapp dran.

Was war zu tun? Genosse Mao Zedong fragte: Wie hat es die Menschheit fertig gebracht, seit undenklichen Zeiten am Leben zu bleiben? Hat sie nicht ihre Hände verwendet, um sich selbst zu versorgen? Warum sollen wir, die späteren Abkömmlinge, dieses kleine bisschen Weisheit nicht besitzen? Warum können wir nicht unsere eigenen Hände verwenden?

Das Zentralkomitee der Partei und Genosse Mao Zedong legten die Politik fest: “Reichlich Nahrung und Kleidung aus eigener Kraft” und “Entwicklung der Wirtschaft und Sicherung der Versorgung”. Dementsprechend nahmen die Armee und das Volk der befreiten Gebiete eine ausgedehnte Produktionsbewegung in Angriff, wobei das Hauptgewicht auf die Landwirtschaft gelegt wurde.

Schwierigkeiten sind keine unüberwindlichen Ungeheuer. Wenn alle zusammenarbeiten und sie bekämpfen, werden sie überwältigt. Die reaktionäre Kuomintang-Clique dachte, dass sie uns aushungern könnte, indem sie allen Sold einstellte und gegen uns eine wirtschaftliche Blockade verhängte, aber dies trug in Wirklichkeit als Anreiz dazu bei, dass wir uns auf die eigene Kraft verließen und alle Schwierigkeiten überwanden. Während wir die große Produktionsbewegung in Angriff nahmen, bestand unsere Politik darin, “die Armeeorganisation und den Verwaltungsapparat zu vereinfachen”, und führten beim Gebrauch der Arbeitskraft und der materiellen Reserven Sparsamkeit ein. So haben wir nicht nur die ernsten materiellen Schwierigkeiten überwunden, die Krise erfolgreich überstanden, sondern auch der Bevölkerung ihre Bürden erleichtert, ihre Lebenshaltung gebessert und die materielle Grundlage für den Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression gelegt.

Das Problem der militärischen Ausrüstung wurde hauptsächlich dadurch gelöst, dass wir uns mit den vom Feind erbeuteten Waffen ausrüsteten, obgleich wir auch selbst einige Waffen herstellten. Chiang Kai-shek, die japanischen Imperialisten und die USA-Imperialisten, alle sind unsere “Nachschubschefs” gewesen. Immer werden die unterdrückten Volksmassen und Nationen aus den Arsenalen der Imperialisten mit Waffen versorgt.

Die von der Partei geführten Volksstreitkräfte führten unabhängig einen großangelegten Volkskrieg und errangen ohne materielle Hilfe von außen sowohl in den mehr als acht Jahren des Widerstandskrieges als auch in den mehr als drei Jahren des Volksbefreiungskrieges große Siege.

Genosse Mao Zedong hat darauf hingewiesen, dass unsere grundlegende Politik in unserer eigenen Kraft ihr Fundament haben muss. Nur wenn wir uns auf unsere eigenen Kräfte verlassen, bleiben wir unter allen Umständen unüberwindlich.

Die Völker der Welt unterstützen einander immer in ihrem Kampf gegen den Imperialismus und seine Lakaien. Die Länder, in denen der Sieg errungen worden ist, haben die Pflicht, diejenigen Völker zu unterstützen und ihnen zu helfen, die das noch nicht erreicht haben. Jedoch darf die ausländische Hilfe nur ein Zusatz sein.

Um eine Revolution zu machen und einen Volkskrieg zu führen und dabei siegreich zu sein, ist es notwendig, an der Politik, sich auf die eigene Kraft zu verlassen, festzuhalten, sich auf die Kraft der Massen im eigenen Land zu stützen und sich darauf vorzubereiten, den Kampf unabhängig weiterzuführen, selbst wenn alle materielle Hilfe von außen abgeschnitten ist. Wenn man sich nicht bemüht, unabhängig über die Probleme der Revolution im eigenen Land nachzudenken und sie zu lösen, und sich nicht auf die Kraft der Volksmassen verlässt, sondern sich ganz an ausländische Hilfe klammert, auch wenn diese aus sozialistischen Ländern kommt, die in der Revolution ausharren, kann man den Sieg nicht erringen oder, selbst wenn dies der Fall sein sollte, ihn nicht konsolidieren.

Die internationale Bedeutung der Theorie des Genossen Mao Zedong über den Volkskrieg

Die chinesische Revolution ist eine Fortsetzung der Großen Oktoberrevolution. Der Weg der Oktoberrevolution ist der gemeinsame Weg der Revolution aller Völker. Die chinesische Revolution und die Oktoberrevolution haben die folgenden grundlegenden Kennzeichen gemeinsam:

  1. Beide wurden von der Arbeiterklasse mit einer marxistisch-leninistischen Partei als ihrem Kern angeführt.
  2. Bei beiden bildete das Bündnis der Arbeiter und Bauern die Grundlage.
  3. In beiden Fällen wurde die Staatsgewalt durch eine gewaltsame Revolution ergriffen und die Diktatur des Proletariats errichtet.
  4. In den beiden Fällen wurde nach dem Sieg der Revolution das sozialistische System aufgebaut.
  5. Beide waren ein Bestandteil der Weltrevolution des Proletariats.

Natürlich hat die chinesische Revolution auch ihre eigenen besonderen Merkmale. Die Oktoberrevolution ging im imperialistischen Russland vor sich, während die chinesische Revolution in einem halbkolonialen und halbfeudalen Lande ausbrach. Die erstere war eine proletarische sozialistische Revolution, während sich die letztere nach dem endgültigen Sieg der neudemokratische Revolution in eine sozialistische Revolution verwandelte. Die Oktoberrevolution begann mit dem bewaffneten Aufstand in den Städten und breitete sich dann über die Landgebiete aus, während die chinesische Revolution den Sieg im ganzen Land dadurch errang, dass die Städte von den ländlichen Gebieten aus eingekreist und schließlich genommen wurden.

Das große Verdienst des Genossen Mao Zedong liegt darin, dass er die allgemeingültige Wahrheit des Marxismus-Leninismus auf die konkrete Praxis der chinesischen Revolution erfolgreich angewandt und durch seine meisterhafte Zusammenfassung und Verallgemeinerung der im Laufe des langwierigen revolutionären Kampfes des chinesischen Volkes gesammelten Erfahrungen den Marxismus-Leninismus bereichert und weiterentwickelt hat.

Durch die lange Praxis der chinesischen Revolution ist erwiesen worden, dass die Theorie des Genossen Mao Zedong über den Volkskrieg mit den objektiven Gesetzen in einem solchen Krieg übereinstimmt und unwiderlegbar ist. Sie ist nicht nur gültig für China, sondern stellt einen bedeutenden Beitrag zum revolutionären Kampf der unterdrückten Nationen und Volksmassen der ganzen Welt dar.

Der Volkskrieg unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas umfasste den Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und die revolutionären Bürgerkriege und dauerte zweiundzwanzig Jahre. Er war der längste und verwickeltste Volkskrieg, der in der Geschichte unserer Zeit vom Proletariat geführt wurde, und er ist der reichste an Erfahrungen gewesen.

In letzter Analyse ist die marxistisch-leninistische Theorie der proletarischen Revolution die Theorie, wie man mit revolutionärer Gewalt an die politische Macht kommt, die Theorie, wie man dem volksfeindlichen Krieg den Volkskrieg entgegensetzt. Wie Marx es so zutreffend gesagt hat:

“Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.” (15)

Auf Grund der aus dem Volkskrieg in China gezogenen Lehren stellte Genosse Mao Zedong mit den einfachsten und lebendigsten Worten folgende berühmte These auf:

“Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen.” (16)

Deutlich stellte er fest:

“Die zentrale Aufgabe und die höchste Form der Revolution ist es, die Macht mit Waffengewalt zu ergreifen und die Angelegenheit durch Krieg zu erledigen. Dieses marxistisch-leninistische revolutionäre Prinzip gilt wohl allgemein, für China und f¨r alle anderen Länder.” (17)

Krieg ist ein Produkt des Imperialismus und des Systems der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Lenin sagt:

“Den Krieg beginnen stets und allerorts die ausbeutenden, herrschenden und unterdrückenden Klassen selber.” (18)

Solange es den Imperialismus und das System der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen gibt, werden sich die Imperialisten und Reaktionäre immer auf die bewaffneten Kräfte verlassen, um ihre reaktionäre Herrschaft aufrechtzuerhalten, und werden den unterdrückten Nationen und Volksmassen Kriege aufzwingen. Das ist ein vom menschlichen Willen unabhängiges objektives Gesetz.

In der Welt von heute verstärken alle Imperialisten mit den Vereinigten Staaten an der Spitze und ihre Lakaien ohne Ausnahme die Staatsmaschinerie und insbesondere ihre bewaffneten Kräfte. Der USA-Imperialismus vor allem verübt überall bewaffnete Aggression und Unterdrückung.

Was sollen die unterdrückten Nationen und Volksmassen gegen die Aggressionskriege und bewaffnete Unterdrückung durch die Imperialisten und ihre Lakaien unternehmen? Sollen sie sich ergeben und für alle Ewigkeit Sklaven bleiben? Oder sollen sie zum Widerstand aufstehen und für ihre Befreiung kämpfen?

In lebendigen Worten gab Genosse Mao Zedong auf diese Frage Antwort. Er sagte, das chinesische Volk habe nach langfristigen Untersuchungen und Studien entdeckt, dass alle Imperialisten und ihre Lakaien “in den Händen das Schwert halten, um zu morden. Das Volk begriff das und handelte danach.” (19) Das heißt, wir machen es mit ihnen, wie sie es mit uns machen.

Wagt man einen kompromisslosen Kampf gegen die bewaffnete Aggression und Unterdrückung durch die Imperialisten und ihre Lakaien, wagt man einen Volkskrieg gegen sie, oder wagt man das nicht – darin zeigt sich in letzter Analyse, ob man Mut hat, Revolution zu machen. Dies ist der wirksamste Prüfstein, um die echte Revolution von der Scheinrevolution und den echten Marxismus-Leninismus vom falschen Marxismus-Leninismus zu unterscheiden.

Im Hinblick auf die Tatsache, dass einige Leute Angst vor den Imperialisten und Reaktionären haben, hat Genosse Mao Zedong folgende berühmte seiner These aufgestellt:

“Der Imperialismus und alle Reaktionäre sind Papiertiger.”

Er sagte:

“Alle Reaktionäre sind Papiertiger. Dem Aussehen nach sind sie furchterregend, aber in Wirklichkeit sind sie gar nicht so mächtig. Auf lange Sicht haben nicht die Reaktionäre, sondern hat das Volk eine wirklich große Macht.” (20)

Die Geschichte des Volkskrieges in China und in anderen Ländern liefert den schlüssigen Beweis, dass die Entwicklung der revolutionären Kräfte des Volkes aus anfänglich schwachen und kleinen Kräften zu starken und großen ein allgemeines Entwicklungsgesetz im Klassenkampf ist, ein allgemeines Entwicklungsgesetz im Volkskrieg. Obwohl es in der Entwicklung des Volkskriegs unvermeidlich viele Schwierigkeiten, Umwege und Rückschläge gibt, kann keine Gewalt die allgemeine Tendenz eines Volkskriegs zum unausbleiblichen Triumph des Volkes ändern.

Genosse Mao Zedong weist darauf hin, dass wir strategisch den Feind verachten, aber ihn taktisch ernstlich beachten müssen.

Den Feind strategisch verachten ist ein elementares Erfordernis für einen Revolutionär. Ohne den Heldenmut, den Feind zu verachten und bis zum Sieg zu kämpfen, ist es einfach unmöglich, eine Revolution zu machen und einen Volkskrieg zu führen, vom Sieg gar nicht zu reden.

Andererseits ist es sehr wichtig für Revolutionäre, dass sie taktisch dem Feind ernste Beachtung schenken. Es ist gleichermaßen unmöglich, in einem Volkskrieg den Sieg zu erringen, wenn man dem Feind taktisch nicht voll Rechnung trägt und in der konkreten revolutionären Praxis eines jeden Landes und in jeder Frage des konkreten Kampfes die konkreten Bedingungen nicht erforscht, nicht vorsichtig ist, dem Studium der Kriegskunst nicht große Aufmerksamkeit schenkt und nicht eine passende Form des Kampfes wählt.

Der dialektische und historische Materialismus lehrt uns: Das Wichtigste ist nicht das, was im gegenwärtigen Augenblick dauerhaft scheint, aber bereits im Begriff steht, abzusterben, sondern das, was entsteht und sich entwickelt, obwohl es im gegenwärtigen Augenblick aussehen mag, als wäre es nicht von Dauer, denn nur was entsteht und sich entwickelt, ist unüberwindlich.

Wieso können die anscheinend schwachen, neuentstandenen Kräfte immer über die dekadenten Kräfte triumphieren, die so kraftvoll aussehen? Der Grund ist, dass auf der Seite der ersteren die Wahrheit liegt und die Massen stehen, während die reaktionären Klassen immer von den Volksmassen losgelöst sind und sich ihnen entgegenstellen.

Der Sieg der chinesischen Revolution, die Geschichte aller Revolutionen, die ganze Geschichte des Klassenkampfes und die gesamte Geschichte der Menschheit haben uns dies bewiesen.

Die These des Genossen Mao Zedong “Der Imperialismus und alle Reaktionäre sind Papiertiger” wird von den Imperialisten außerordentlich gefürchtet, und die Revisionisten verhalten sich ihr gegenüber außerordentlich feindselig. Sie alle widersprechen dieser These und greifen sie an, und die Spießbürger folgen ihnen und mach sich über sie lustig. Aber all das kann ihre Bedeutung nicht im Geringsten beeinträchtigen. Niemand kann das Licht der Wahrheit verdunkeln.

Die Theorie des Genossen Mao Zedong über den Volkskrieg hat nicht nur das Problem gelöst, ob man den Volkskrieg zu führen wagen soll, sondern auch das Problem, wie er zu führen ist.

Genosse Mao Zedong ist ein großer Staatsmann und Militärwissenschaftler, der es versteht, den Krieg in Übereinstimmung mit den Gesetzen, die dafür gelten, anzuleiten. Durch die Linie und Politik, die Strategie und Taktik, die er für den Volkskrieg formulierte, leitete er das chinesische Volk im Volkskrieg wie ein Steuermann sein Schiff über alle verborgenen Felsenriffe hinweg unter den kompliziertesten und schwierigsten Bedingungen bis zum Ufer des Sieges.

Es muss mit Nachdruck betont werden, dass die Theorie des Genossen Mao Zedong über die Errichtung von revolutionären Stützpunktgebieten auf dem Lande und über die Einkreisung der Städte vom Lande her von hervorragenden, allgemeingültiger und aktueller Bedeutung für die gegenwärtigen revolutionären Kämpfe aller unterdrückten Nationen und Volksmassen ist, und insbesondere für die unterdrückten Nationen und Volksmassen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas in ihrem revolutionären Kampf gegen den Imperialismus und seine Lakaien.

Viele Länder und Völker in Asien, Afrika und Lateinamerika sind nun in schwerwiegendem Ausmaß der Aggression und Versklavung durch die Imperialisten mit den USA-Imperialisten an der Spitze und ihren Lakaien ausgesetzt. Die grundlegenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen dieser Länder sind in vielen Punkten dieselben wie die im alten China. Wie in China ist in diesen Gebieten die Bauernfrage außerordentlich wichtig. Die Bauern stellen in der national-demokratischen Revolution gegen die Imperialisten und ihre Lakaien die Hauptkraft dar. Die Imperialisten beginnen ihre Aggression gegen solche Länder vor allem immer damit, dass sie sich der Großstädte und der Hauptverkehrlinien bemächtigen, aber sie sind nicht imstande, die ausgedehnten ländlichen Gebiete völlig unter ihre Kontrolle zu bringen. Die ländlichen Gebiete und nur diese stellen die weiten Räume zur Verfügung, in denen die Revolutionäre ungehindert manövrieren können. Die ländlichen Gebiete und nur diese stellen die revolutionären Stützpunktgebiete zur Verfügung, von denen aus die Revolutionäre den Vormarsch zum Endsieg antreten können. Gerade aus diesem Grund zieht die Theorie des Genossen Mao Zedong über die Errichtung revolutionärer Stützpunktgebiete in den ländlichen Gebieten und über die Einkreisung der Städte vom Lande her immer mehr die Aufmerksamkeit der Völker in Asien, Afrika und Lateinamerika auf sich.

Wenn, im Weltmaßstab gesehen, Nordamerika und Westeuropa als “Städte der Welt” bezeichnet werden können, kann man Asien, Afrika und Lateinamerika die “ländlichen Gebiete der Welt” nennen. Seit Ende des zweiten Weltkriegs ist die proletarische revolutionäre Bewegung in den nordamerikanischen und westeuropäischen kapitalistischen Ländern aus verschiedenen Gründen vorübergehend verzögert worden, während die revolutionäre Bewegung der Völker in Asien, Afrika und Lateinamerika sich kraftvoll entwickelt hat. In einem gewissen Sinn befindet sich die gegenwärtige Weltrevolution auch in einer Lage, bei der die Städte durch ländliche Gebiete eingekreist sind. Die ganze Sache der Weltrevolution hängt in letzter Analyse von den revolutionären Kämpfen der asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Völker ab, welche die überwältigende Mehrheit der Weltbevölkerung sind. Die sozialistischen Länder sollen es als ihre internationale Pflicht ansehen, dass sie den revolutionären Kämpfen der Völker in Asien, Afrika und Lateinamerika Unterstützung zukommen lassen.

Mit der Oktoberrevolution brach für die Revolution der unterdrückten Nationen eine neue Ära an. Mit dem Sieg der Oktoberrevolution wurde eine Brücke zwischen der sozialistischen Revolution des Proletariats im Westen und der national-demokratischen Revolution der kolonialen und halbkolonialen Länder des Ostens geschlagen. Die chinesische Revolution hat das Problem, wie die national-demokratische Revolution in den kolonialen und halbkolonialen Ländern mit der sozialistischen Revolution zu verknüpfen ist, erfolgreich gelöst.

Genosse Mao Zedong wies darauf hin, dass die antiimperialistische Revolution in irgendeinem kolonialen oder halbkolonialen Land seit der Oktoberrevolution nicht mehr ein Bestandteil der alten bürgerlichen oder kapitalistischen Weltrevolution ist, sondern ein Bestandteil der neuen Weltrevolution, der proletarischen sozialistischen Weltrevolution.

Genosse Mao Zedong hat über die neudemokratische Revolution eine in sich geschlossene Theorie aufgestellt. Er deutete darauf hin, dass diese Revolution im Unterschied zu allen anderen nur eine von den Volksmassen unter der Führung des Proletariats vollzogene Revolution gegen den Imperialismus, Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus sein kann und sein muss.

Das bedeutet, dass in dieser Revolution nur das Proletariat und die mit dem Marxismus-Leninismus gewappnete, wahrhaftig revolutionäre Partei die Führung übernehmen können und müssen und keine andere Klasse oder Partei dazu imstande ist.

Das bedeutet, dass bei dieser Revolution nicht nur die Arbeiter, die Bauern, die städtische Kleinbourgeoisie, sondern auch die nationale Bourgeoisie und andere patriotische und antiimperialistische Demokraten in die revolutionären Reihen einbezogen werden.

Dies bedeutet nämlich, dass diese Revolution sich gegen Imperialismus, Feudalismus und bürokratischen Kapitalismus richtet.

Die neudemokratische Revolution führt zum Sozialismus und nicht zum Kapitalismus.

Die Theorie des Genossen Mao Zedong über die neudemokratische Revolution entspricht sowohl der marxistisch-leninistischen Theorie von der Revolution in Etappen als auch der marxistisch-leninistischen Theorie von der permanenten Revolution.

Genosse Mao Zedong unterschied richtig zwischen den beiden revolutionären Etappen, das heißt zwischen der national-demokratischen Revolution und der sozialistischen Revolution. Zugleich hat er beide richtig und eng miteinander verknüpft. Die national-demokratische Revolution ist eine notwendige Vorbereitung der sozialistischen Revolution, und die sozialistische Revolution ist die unvermeidliche Weiterentwicklung der national-demokratischen Revolution. Es gibt zwischen diesen beiden Etappen der Revolution keine Chinesische Mauer. Aber die sozialistische Revolution ist nur möglich, nachdem die national-demokratische Revolution vollständig durchgeführt ist. Je gründlicher die national-demokratische Revolution ist, um so günstiger sind die Voraussetzungen für die sozialistische Revolution.

Die Erfahrungen in der chinesischen Revolution beweisen, dass die Aufgaben der national-demokratischen Revolution nur durch lange und wechselvolle Kämpfe erfüllt werden können. In dieser Etappe der Revolution sind der Imperialismus und seine Lakaien die Hauptfeinde. Beim Kampf gegen den Imperialismus und seine Lakaien ist es notwendig, alle antiimperialistischen patriotischen Kräfte in umfassenden Maß zu vereinen, einschließlich der nationalen Bourgeoisie und aller patriotischen Persönlichkeiten. Alle diese patriotischen Persönlichkeiten aus der Bourgeoisie und aus anderen Ausbeuterklassen, die am antiimperialistischen Kampf teilnehmen, spielen historischen gesehen eine fortschrittliche Rolle. Sie werden vom Imperialismus nicht geduldet, dem Proletariat aber sind sie willkommen.

Es ist sehr schädlich, diese beiden Etappen, das heißt die national-demokratische und die sozialistische Revolution, durcheinanderzubringen. Genosse Mao Zedong übte Kritik an der falschen Ansicht, man könne “beides auf einen Streich erledigen”, und wies darauf hin, dass diese utopische Idee nur den Kampf gegen den Imperialismus und seine Lakaien – die derzeit dringendste Aufgabe – abschwächen könnte. Die reaktionäre Kuomintang-Clique und die von ihnen angeheuerten Trotzkisten brachten diese beiden Etappen während des Widerstandkrieges gegen die japanische Aggression vorsätzlich durcheinander, verkündigten die “Theorie einer einzigen Revolution” und predigten den sogenannten “Sozialismus” ohne Kommunistische Partei. Mit dieser absurden Theorie versuchten sie, die Kommunistische Partei zu beseitigen, jede Revolution zunichte zu machen, den Fortschritt der national-demokratischen Revolution zu verhindern, und sie benutzten das als Vorwand für ihre Widerstandslosigkeit gegenüber dem Imperialismus und ihre Kapitulation vor ihm. Diese reaktionäre Theorie ist in der Geschichte der chinesischen Revolution längst schon zu Grabe getragen worden.

Jetzt predigen die chruschtschowschen Revisionisten emsig, dass der Sozialismus ohne das Proletariat und eine wahrhaft revolutionäre Partei, die mit einer fortschrittlichen proletarischen Ideologie gewappnet ist, aufgebaut werden kann, und die Grundsätze des Marxismus-Leninismus haben sie in alle vier Himmelsrichtungen verstreut. Die Absicht der Revisionisten ist einzig und allein, die unterdrückten Nationen von ihrem Kampf gegen den Imperialismus abzulenken und die national-demokratische Revolution zu sabotieren sowie dem Imperialismus zu dienen.

Die chinesische Revolution bietet eine erfolgreiche Erfahrung dafür, wie man unter Führung des Proletariats eine national-demokratische Revolution gründlich durchführt. Sie bietet ferner eine erfolgreiche Erfahrung dafür, wie man zeitgerecht unter Führung des Proletariats von der national-demokratischen Revolution zur sozialistischen Revolution übergeht.

Die Ideen Mao Zedongs sind für die chinesische Revolution ein Wegweiser zum Sieg. Durch sie wurden die allgemeingültige Wahrheit des Marxismus-Leninismus auf die konkrete Praxis der chinesischen Revolution angewandt und der Marxismus-Leninismus schöpferisch weiterentwickelt. Auf diese Weise haben sie das Arsenal des Marxismus-Leninismus um neue Waffen bereichert.

Unser Zeitalter ist jenes, in dem der Weltkapitalismus und Imperialismus ihrem Untergang entgegengehen und der Sozialismus und Kommunismus auf dem Vormarsch zum Sieg sind. Die Theorie des Genossen Mao Zedong über den Volkskrieg ist nicht einzig das Produkt der chinesischen Revolution, sondern sie trägt auch die Merkmale unserer Epoche. Die beim revolutionären Kampf der Völker in verschiedenen Ländern seit Ende des zweiten Weltkriegs gesammelten, neuen Erfahrungen liefern fortgesetzt den Beweis, dass die Ideen Mao Zedongs ein gemeinsamer Schatz der revolutionären Völker auf der ganzen Welt sind. Dies ist die große internationale Bedeutung der Ideen Mao Zedongs.

Besiegt den USA-Imperialismus und seine Lakaien durch den Volkskrieg!

Seit Ende des zweiten Weltkrieges ist der USA-Imperialismus in die Fußstapfen des deutschen, japanischen und italienischen Faschismus getreten und versucht, durch Beherrschung und Versklavung der ganzen Welt ein großes amerikanisches Imperium zu errichten. Er fördert rührig den japanischen und den westdeutschen Militarismus als seine Hauptkomplizen bei der Entfesselung eines Weltkrieges. Raubgierig tyrannisiert und versklavt er die Völker verschiedener Länder, beraubt sie ihres Reichtums, verletzt die Souveränität anderer Länder und mischt sich in ihre inneren Angelegenheiten ein. Er ist der wütendste Aggressor der Menschheitsgeschichte und der bösartigste Feind aller Völker der Welt. Kein Volk oder Land auf der Welt, das die Revolution, die Unabhängigkeit und den Frieden will, kann anders, als die Hauptspeerspitze seines Kampfes gegen den USA-Imperialismus richten.

Genauso wie die einstige Politik der japanischen Imperialisten darauf abzielte, China zu unterwerfen, es jedoch dem chinesischen Volk ermöglichte, die breiteste Einheitsfront zu bilden, um gegen den japanischen Imperialismus Widerstand zu leisten, macht es die Politik der USA-Imperialisten, die nach der Welthegemonie trachten, den Völkern überall in der Welt möglich, alle Kräfte, die vereint werden können, zu vereinen und zum konzentrierten Angriff auf den USA-Imperialismus die breiteste Einheitsfront zu bilden.

Gegenwärtig ist der Hauptkampfplatz des erbitterten Ringens zwischen den Völkern der ganzen Welt und dem USA-Imperialismus und seinen Lakaien der weite Raum von Asien, Afrika und Lateinamerika. Dies ist in der ganzen Welt der Raum, in dem die Völker am schlimmsten unter der imperialistischen Unterdrückung leiden und wo auch die imperialistische Herrschaft ihre schwächsten Stellen hat. Seit Ende des zweiten Weltkriegs haben sich in diesem Raum immer heftiger werdende, revolutionäre Stürme erhoben, und heute sind dort die wichtigsten Kräfte, die auf den USA-Imperialismus unmittelbar einschlagen. Der Widerspruch zwischen den revolutionären Völkern in Asien, Afrika und Lateinamerika auf der einen Seite und den Imperialisten mit den USA an der Spitze auf der anderen ist in der heutigen Welt der Hauptwiderspruch. Die Entwicklung dieses Widerspruchs fördert den Kampf alle Völker der Welt gegen den USA-Imperialismus und seine Lakaien.

Seit Ende des zweiten Weltkrieges hat der Volkskrieg in Asien, Afrika und Lateinamerika seine Macht in steigendem Maße bewiesen. Die Völker von China, Korea, Vietnam, Laos, Kuba, Indonesien, Algerien und anderen Ländern haben Volkskriege gegen die Imperialisten und deren Lakaien geführt und große Siege errungen. Die Klassen, welche bei diesen Volkskriegen führend gewesen sind, mögen verschieden sein, und ebenso verschieden mögen die Breite und Tiefe, in der die Massen mobilisiert wurden, und das Ausmaß des Sieges sein. Aber durch die Siege in diesen Volkskriegen sind die Kräfte des Imperialismus stark geschwächt und gebunden worden, ist der Plan der USA-Imperialisten, einen Weltkrieg zu entfesseln, heftigen Erschütterungen ausgesetzt; diese Siege sind zu mächtigen Faktoren bei der Verteidigung des Weltfriedens geworden.

Für die Führung eines Volkskrieges der asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen revolutionären Völker gegen den USA-Imperialismus und seine Lakaien sind die Bedingungen heute viel günstiger denn je.

Seit Ende des zweiten Weltkrieges und in den darauffolgenden Jahren des revolutionären Aufschwungs sind das Niveau des politischen Bewusstseins und der Grad der Organisiertheit bei den Völkern aller Länder sehr viel höher geworden. Ihre Kraft, einander Unterstützung und Hilfe zu gewähren, ist stark angewachsen. Das ganze kapitalistische imperialistische System ist dramatisch geschwächt worden und macht einen Prozess der immer stärker werdenden Erschütterungen und des beschleunigten Zerfalls durch. Nach Ende des ersten Weltkrieges fehlte es den Imperialisten an der Macht, den neuentstandenen sozialistischen Sowjetstaat zu vernichten, aber sie waren immer noch imstande, in den teilen der Welt, die sie beherrschten, die revolutionären Volksbewegungen in einigen Ländern zu unterdrücken und so eine kurze Zeit eine relative Stabilität aufrechtzuerhalten. Seit Ende des zweiten Weltkrieges waren sie nicht nur unfähig, eine Anzahl von Ländern davon abzuhalten, den sozialistischen Weg einzuschlagen, sondern sind auch nicht länger imstande, die ansteigende Woge der revolutionären Volksbewegung in den Gebieten, die sie beherrschen, einzudämmen.

Der USA-Imperialismus ist viel stärker, aber auch viel verwundbarer als irgendein Imperialismus in der Vergangenheit. Er stellt sich gegen die Völker der ganzen Welt, einschließlich des Volkes der Vereinigten Staaten. Seine Reserven an Menschen, Militär, Material und Geld sind weit davon entfernt, zur Verwirklichung seiner Ambitionen auf die Welthegemonie zu genügen. Der USA-Imperialismus hat sich dadurch, dass er so viele Gegenden auf der Erde besetzt hat, sich zuviel zumutet, nach Allem seine Finger ausgestreckt und seine Kräfte überallhin verstreut, wo sie vom Hinterland weit entfernt und wohin die Nachschublinien lang sind, selbst noch weiter geschwächt. Wie Genosse Mao Zedong sagte:

“Wo immer er eine Aggression unternimmt, legt er sich eine neue Schlinge um den Hals. Ring um Ring wird er von den Völkern der ganzen Erde belagert.” (21)

Wenn der USA-Imperialismus eine Aggression gegen ein fremdes Land unternimmt, kann er nur Teile seiner Streitkräfte einsetzen, die weit von ihrem Heimatland weggeschickt werden, um einen ungerechten Krieg auszutragen, und daher eine schlechte Moral haben. Daher ist der USA-Imperialismus in großen Schwierigkeiten. Die Völker, die Gegenstand seiner Aggression sind, lassen sich weder in Washington noch in New York, weder on Honolulu, noch in Florida auf eine Kraftprobe mit dem USA-Imperialismus ein, sondern kämpfen auf ihrer Heimaterde um Unabhängigkeit und Freiheit. Wenn sie erst einmal in breitem Maßstab mobilisiert sind, werden sie über unerschöpfliche Kräfte verfügen. Die Überlegenheit wird daher nicht auf Seiten der USA liegen, sondern auf Seiten der Völker, die der Aggression durch jene ausgesetzt sind. Diese Völker, obwohl anscheinend klein und schwach, sind in Wirklichkeit viel kraftvoller als der USA-Imperialismus.

Die Völker verschiedener Länder unterstützen sich in ihren Kämpfen gegen den USA-Imperialismus gegenseitig, und diese Kämpfe verschmelzen zu einem weltweiten Aufbranden des Widerstandes gegen den USA-Imperialismus. Je erfolgreicher der Volkskrieg in einem bestimmten Gebiet entfaltet wird, um so größer ist die Menge der Streitkräfte der USA-Imperialisten, die dort gebunden und abgenutzt werden. Wenn die USA-Aggressoren an einer Stelle hart bedrängt werden, müssen sie ihre Kontrolle über andere Gebiete lockern. Dadurch werden die Voraussetzungen, dass die Völker den Kampf gegen den USA-Imperialismus und seine Lakaien anderswo entfalten, noch günstiger.

Alles ist teilbar. So auch der Koloss USA-Imperialismus. Er kann gespalten und dann besiegt werden. Stück um Stück können die Völker Asiens, Afrikas, Lateinamerikas und anderer Gebiete ihn vernichten, wobei die einen auf sein Haupt zielen und die anderen auf seine Füße. Darum hat der USA-Imperialismus größte Angst davor, dass sich die Völker in verschiedenen Teilen der Welt zum Volkskrieg erheben, insbesondere in Asien, Afrika und Lateinamerika, und deshalb sieht er den Volkskrieg als eine tödliche Gefahr an.

Der USA-Imperialismus verlässt sich einzig und allein auf seine Kernwaffen, mit denen er die Völker einschüchtert. Jedoch können diese Kernwaffen ihn nicht vor seinem Geschick retten. So leichtfertig können Kernwaffen nicht angewandt werden. Der USA-Imperialismus wird für das ungeheuerliche Verbrechen, zwei Atombomben über Japan abgeworfen zu haben, ständig von den Völkern der ganzen Welt verdammt. Wenn er wiederum Kernwaffen verwenden sollte, wird er in die extremste Isolation geraten. Außerdem wurde das Kernwaffenmonopol der USA schon vor Langem gebrochen. Der USA-Imperialismus hat diese Waffen. Aber Andere haben sie auch. Wenn der USA-Imperialismus andere Länder mit Kernwaffen bedroht, setzt er sein eigenes Land derselben Bedrohung aus. Daher wird die Anwendung von Kernwaffen auf den harten Widerstand der Völker anderswo stoßen, aber unvermeidlicherweise auch auf den des Volkes in seinem eigenen Land. Selbst wenn der USA-Imperialismus ohne jede Rücksicht Kernwaffen anwendet, kann er damit nicht die Völker, die unbeugsam sind, unterwerfen.

Wie hoch entwickelt moderne Waffen und technische Ausrüstungen auch sein mögen und wie kompliziert die Methoden moderner Kriegsführung, letzten Endes wird der Ausgang eines Krieges durch den ausdauernden Kampf der Bodentruppen entschieden, im Nahkampf auf dem Kriegsschauplatz, durch das politische Bewusstsein des Menschen, durch seinen Mut und seine Opferbereitschaft. Hier wird der wunde Punkt des USA-Imperialismus völlig bloßgelegt werden, während die Überlegenheit der revolutionären Völker voll zur Geltung gebracht werden wird. Die reaktionären Truppen des USA-Imperialismus können unmöglich mit dem Mut und der Opferbereitschaft ausgestattet werden, wie sie die revolutionären Völker besitzen. Die geistige Atombombe, welche die revolutionären Völker besitzen, ist eine weitaus gewaltigere und nützlichere Waffe als die physische Atombombe.

Derzeit ist Vietnam das überzeugendste Beispiel dafür, wie das Opfer einer Aggression de USA-Imperialismus diesen in einem Volkskrieg besiegen kann. Die USA haben aus Südvietnam ein Versuchsgelände gemacht, wie man den Volkskrieg unterdrückt. Sie haben ihre Experimente durch viele Jahre fortgesetzt, und jetzt kann jedermann sehen, dass die USA-Aggressoren keinen Ausweg mehr finden, um sich gegen den Volkskrieg zu behaupten. Auf der anderen Seite aber hat das vietnamesische Volk seine Kraft im Volkskrieg gegen die USA-Aggressoren in höchsten Maß zur Geltung gebracht. Die USA-Aggressoren sind in Gefahr, im Volkskrieg in Vietnam unterzugehen. Sie befürchten sehr, dass ihre Niederlage in Vietnam eine Kettenreaktion auslösen könne. Sie weiten den Krieg aus und machen damit einen Versuch, die Niederlage abzuwenden. Aber je mehr sie den Krieg ausweiten, um so stärker wird die Kettenreaktion sein. Je weiter sie bei der “Eskalation” ihres Krieges gehen, um so tiefer wird ihr Fall sein und um so katastrophaler ihre Niederlage; um so klarer werden die Völker in anderen Teilen der Welt sehen, dass der USA-Imperialismus besiegt werden kann und dass sie das, was das vietnamesische Volk kann, auch können.

Die Geschichte hat bewiesen und wird weiterhin beweisen, dass die wirksamste Waffe gegen den USA-Imperialismus und seine Lakaien der Volkskrieg ist. Alle revolutionären Völker werden lernen, einen Volkskrieg gegen den USA-Imperialismus und seine Lakaien zu führen. Sie werden zu den Waffen greifen und lernen, Schlachten zu schlagen, obwohl sie es nie zuvor getan haben, sie werden fähig sein, den Volkskrieg geschickt zu führen, obwohl sie ihn anfänglich nicht gut führen konnten. Der USA-Imperialismus, der wie ein wütender Stier überall anrennt, wird in den lodernden Flammen des Volkskrieges, die er durch seine eigene Handlungsweise entfacht hat, schließlich zu Staub und Asche verbrennen.

Die Chruschtschowschen Revisionisten sind Verräter am Volkskrieg

Gerade in dem Augenblick, in dem der USA-Imperialismus am meisten von Panik erfasst und bei seinen Anstrengungen, mit dem Volkskrieg fertig zu werden, am hilflosesten ist, kommen die chruschtschowschen Revisionisten, um ihn zu retten. Durch enge Zusammenarbeit mit den USA-Imperialisten tun sie ihr Möglichstes, um alle Arten Argumente gegen den Volkskrieg auszustreuen, und wo immer es ihnen möglich ist, schmieden sie Ränke, um dagegen offen oder insgeheim zu wühlen.

Der wesentliche Grund, weshalb die chruschtschowschen Revisionisten gegen den Volkskrieg sind, ist der, dass sie nicht an die Volksmassen glauben und vor dem USA-Imperialismus, dem Krieg und der Revolution Angst haben. Wie alle anderen Opportunisten sind sie überhaupt blind für die Kraft der Volksmassen und glauben nicht, dass die revolutionären Völker fähig sind, den Imperialismus zu besiegen. Sie kapitulieren vor der nuklearen Erpressung der USA-Imperialisten und befürchten, dass die unterdrückten Volksmassen und Nationen sich erheben und einen Volkskrieg führen oder dass die Völker der sozialistischen Länder die Aggression des USA-Imperialismus zurückschlagen; denn der USA-Imperialismus könnte wütend werden, und sie würden in die Ereignisse verwickelt, und die Verwirklichung ihrer herrlichen Träume von der sowjetisch-amerikanischen Zusammenarbeit zur Weltherrschaft würden verhindert werden.

Immer, seitdem Lenin die Große Oktoberrevolution zum Sieg geführt hat, ging aus der Erfahrung in unzähligen revolutionären Kriegen die Wahrheit hervor, dass es einem revolutionären Volk, das sich am Anfang mit bloßen Händen erhebt, am Ende gelingt, die bis an die Zähne bewaffnete, herrschende Klasse zu besiegen. Die mangelhaft Bewaffneten haben die besser Bewaffneten besiegt. Die Volksstreitkräfte begannen mit primitiven Schwertern, Speeren, Gewehren und Handgranaten und haben zum Schluss die mit modernen Flugzeugen, Panzern, schwerer Artillerie und Atombomben bewaffneten imperialistischen Streitkräfte besiegt. Die Partisanentruppen haben am Ende reguläre Armeen geschlagen. “Laien”, die nie in einer militärischen Schule ausgebildet worden waren, haben am Ende die an Militärakademien graduierten “Berufsmilitärs” besiegt. Und so fort und so weiter. Die Dinge entwickeln sich beharrlich in einer Art und Weise, die entgegen den Behauptungen der Revisionisten verläuft, und die Tatsachen schlagen diesen ins Gesicht.

Die chruschtschowschen Revisionisten behaupten, dass ein Land ohne Kernwaffen unfähig ist, einen Feind, der Kernwaffen besitzt, zu besiegen, was für einer Kampfweise es sich auch immer bedienen mag. Dies ist gleichbedeutend mit der Erklärung, dass jeder, der keine Kernwaffen hat, dazu bestimmt ist, zu leiden, schikaniert und vernichtet zu werden, und entweder vor den Kernwaffen des Feindes kapitulieren oder sich unter den “Schutz” irgendeiner anderen Atommacht stellen und auf ihren Wink zur Verfügung stehen muss. Bedeutet das nicht das Dschungelgesetz vom Recht des Stärkeren par excellence?  Bedeutet das nicht Beihilfe bei der nuklearen Erpressung durch die Imperialisten? Bedeutet das nicht, den Völkern offenkundig zu verbieten, dass sie eine Revolution machen?

Die chruschtschowschen Revisionisten behaupten, dass die Kernwaffen und strategische Raketeneinheiten alles entscheiden und die konventionellen Streitkräfte unbedeutend und eine Miliz nur ein Haufen menschlichen Fleisches seien. Aus so absurden Gründen wie diese leisten sie dagegen Widerstand, dass man die Volksmassen in den sozialistischen Ländern mobilisiert, sich auf sie verlässt und sie darauf vorbereitet, gegen die Aggression des Imperialismus zum Volkskrieg zu greifen. Sie haben die ganze Zukunft ihres Landes auf die Kernwaffen gesetzt und sich in ein nukleares Hasard mit dem USA-Imperialismus eingelassen, mit dem sie versuchen, einen politischen Kuhhandel zu treiben. Ihre militärstrategischen Vorstellungen bilden die Theorie, dass die Kernwaffen alles entscheiden. Ihre Linie beim Aufbau der Armee ist die bürgerliche Linie, die den Faktor Mensch übersieht und nur den Faktor Material ansieht, Technik als alles und Politik überhaupt nicht betrachtet.

Die chruschtschowschen Revisionisten beharren darauf, dass ein einzelner Funke in irgendeinem Teil der Erde einen nuklearen Weltbrand auslösen und die Vernichtung der Menschheit mit sich bringen könnte. Wenn das wahr wäre, wäre unser Planet schon zu wiederholten Malen zerstört worden. In den zwanzig Jahren seit Ende des zweiten Weltkrieges gab es fortwährend nationale Befreiungskriege. Aber hat sich ein einziger von ihnen zum Weltkrieg entwickelt? Ist es nicht richtig, dass gerade dank den nationalen Befreiungskriegen in Asien, Afrika und Lateinamerika die Pläne der USA-Imperialisten zu einem Weltkrieg durcheinander gebracht wurden? Im Gegensatz dazu haben jene, die alles taten, um die “Funken” der Volkskriege auszutreten, den USA-Imperialismus in Wirklichkeit zu seinen anmaßenden Aggressionen und Kriegen ermutigt.

Die chruschtschowschen Revisionisten behaupten, man brauche nur ihre Generallinie der “friedlichen Koexistenz, des friedlichen Übergangs und des friedlichen Wettbewerbs” zu befolgen, dann würden die Unterdrückten befreit und ein “Welt ohne Waffen, ohne Armeen und ohne Kriege” zustande gebracht sein. Aber die unerbittliche Tatsachen sind, dass der Imperialismus mit den Vereinigten Staaten an der Spitze und alle Reaktionäre ihre Kriegsmaschinerie jeden Tag eifrig verstärken, Tag für Tag die revolutionären Völker blutig unterdrücken und gegen die unabhängig gewordenen Länder Aggressionen mit Waffengewalt unternehmen oder diese bedrohen. Die Art Unsinn, den die chruschtschowschen Revisionisten an den Mann zu bringen versuchen, hat in einer Anzahl von Ländern bereits hohen Blutzoll gefordert. Sind diese schmerzlichen Lehren, für die mit Blut bezahlt wurde, noch immer nicht genug? Im Wesentlichen ist die Generallinie der chruschtschowschen Revisionisten nichts anderes als die Forderung, dass alle unterdrückten Volksmassen und Nationen und alle Länder, welche die Unabhängigkeit errungen haben, die Waffen niederlegen und sich den bis an die Zähne bewaffneten USA-Imperialisten und ihren Lakaien auf Gnade und Ungnade ausliefern sollen.

“Während es den Präfekten erlaubt ist, Häuser niederzubrennen, ist es dem einfachen Volks sogar verboten, eine Lampe anzuzünden.” Nach dieser Art verfahren die Imperialisten und Reaktionäre. Die chruschtschowschen Revisionisten billigen diese imperialistische Philosophie und schreien daher dem chinesischen Volk, das im Kampf zur Verteidigung des Weltfriedens an der vordersten Linie steht, zu: “Ihr seid kriegslüstern!” Meine Herren, eure Beschimpfungen vermehren nur unser Ansehen. Es ist gerade diese unsere “Kriegslüsternheit”, die beiträgt, den Imperialismus daran zu hindern, einen Weltkrieg zu entfesseln. Die Völker sind “kriegslüstern”, denn sie müssen sich verteidigen, und die Imperialisten und Reaktionäre zwingen sie dazu. Es sind auch die Imperialisten und Reaktionäre, die die Völker die Kriegskunst gelehrt haben. Wir bedienen uns einfach der revolutionären “Kriegslüsternheit”, um mit der konterrevolutionären Kriegslüsternheit fertig zu werden. Wie kann man es zulassen, dass die Imperialisten und ihre Lakaien überall Menschen töten, während die Völker zur Selbstverteidigung nicht zurückschlagen und einander nicht helfen dürfen? Was ist das für eine Logik? Die chruschtschowschen Revisionisten sehen Imperialisten wie Kennedy und Johnson als “vernünftig” an und bezeichnen uns zusammen mit all denen, die es wagen, sich mit der Waffe gegen die imperialistische Aggression zu verteidigen, als “kriegslüstern”. Dadurch verraten sie gründlich ihre wahre Farbe als Komplizen der imperialistischen Gangster.

Wir wissen, dass der Krieg Zerstörungen, Opfer und Leiden für das Volk mit sich bringt. Aber die Zerstörungen, Opfer und Leiden werden viel größer sein, wenn der bewaffneten Aggression des Imperialismus kein Widerstand geboten wird und das Volk sich willig versklaven lässt. Das Opfer einer kleinen Anzahl von Menschen im revolutionären Krieg macht sich bezahlt durch die Sicherheit ganzer Nationen, ganzer Länder, ja der ganzen Menschheit. Das vorübergehende Leiden macht sich bezahlt durch Frieden und Glück von Dauer und sogar Ewigkeit. Durch Krieg wird das Volk gestählt und die Geschichte vorwärtsgetrieben. In diesem Sinn ist der Krieg ein große Schule.

Lenin sagt über den ersten Weltkrieg:

“Die zivilisiertesten und kulturell am meisten entwickelten Länder sind durch den Krieg der Hungersnot ausgesetzt worden. Dagegen hat andererseits der Krieg als großer historischer Prozess die soziale Entwicklung in unerhörter Weise beschleunigt.” (22)

Und er setzte hinzu:

“Der Krieg hat die Massen aufgerüttelt, hat sie durch unerhörte Schrecken und Leiden geweckt. Der Krieg hat die Geschichte angetrieben, jetzt eilt sie mit der Geschwindigkeit einer Lokomotive dahin.” (23)

Wäre dann nach den Argumenten der chruschtschowschen Revisionisten nicht Lenin der Schlimmste aller “kriegslüsternen Elemente”?

Genau entgegengesetzt zu den chruschtschowschen Revisionisten haben die Marxisten-Leninisten und die revolutionären Völker niemals eine schwarzseherische Einstellung zum Krieg eingenommen. Unsere Einstellung zu den imperialistischen Aggressionskriegen ist immer sehr klar. Erstens sind wir gegen sie, und zweitens haben wir keine Angst davor. Wer uns angreift, den werden wir vernichten. Was die von den unterdrückten Nationen und Volksmassen geführten revolutionären Kriege betrifft, sind wir weit davon entfernt, dagegen zu sein, werden sie vielmehr immer entschieden unterstützen und ihnen aktiv Hilfe leisten. So war es in der Vergangenheit, so ist es in der Gegenwart, und wenn wir im Laufe der Zeit stärker werden, werden wir ihnen in Zukunft noch größere Unterstützung und Hilfe leisten. Es sind Tagträume, wenn irgendjemand meint, dass auch wir, da unsere Revolution siegreich ist, unser nationaler Aufbau voranschreitet, unser nationaler Reichtum größer wird und unser Lebensstandard sich hebt, unseren revolutionären Kampfwillen verlieren, die Sache der Weltrevolution aufgeben und den Marxismus-Leninismus und proletarischen Internationalismus beiseite werfen würden. Natürlich rührt jede Revolution in einem Land von den Forderungen des eigenen Volkes her. Nur wenn das Volk in einem Land erwacht, mobilisiert, organisiert und bewaffnet ist, kann es die reaktionäre Herrschaft der Imperialisten und ihrer Lakaien durch Kampf stürzen. Es kann dabei von niemandem ersetzt, und seine Rolle kann von keinen Ausländern übernommen werden. In diesem Sinn kann die Revolution nicht importiert werden. Aber das schließt die gegenseitige Anteilnahme und Unterstützung der revolutionären Völker in aller Welt bei ihrem Kampf gegen die Imperialisten und deren Lakaien nicht aus. Unsere Unterstützung für andere revolutionäre Völker dient gerade dazu, ihnen zu helfen, einen Kampf zu führen, bei dem sie sich auf die eigene Kraft verlassen.

Die Propaganda der chruschtschowschen Revisionisten gegen den Volkskrieg und die Reklame, die sie für Defätismus und Kapitulantentum machen, dienen dazu, die revolutionären Völker zu demoralisieren und sie geistig zu entwaffnen. Diese Revisionisten erledigen das, was die USA-Imperialisten nicht selbst erledigen können, und leisten ihnen damit große Dienste. Sie haben den USA-Imperialismus zu seinen Kriegsabenteuern bedeutend ermutigt. Sie haben die revolutionäre Theorie des Marxismus-Leninismus über den Krieg vollkommen verraten und sind zu Verrätern am Volkskrieg geworden.

Um den Kampf gegen den USA-Imperialismus zu gewinnen und den Volkskrieg zum Sieg zu führen, müssen die Marxisten-Leninisten und revolutionären Völker der ganzen Welt entschieden gegen den chruschtschowschen Revisionismus auftreten.

Heute findet der chruschtschowsche Revisionismus unter den revolutionären Völkern auf der ganzen Welt in immer geringerem Maße Gehör. Wo immer es bewaffneten Aggression und Unterdrückung durch den Imperialismus und seine Lakaien gibt, dort wird es den Volkskrieg gegen die Aggression und Unterdrückung geben. Es ist sicher, dass sich ein solcher Krieg kraftvoll entwickeln wird. Das ist ein objektives Gesetz, das weder vom Willen der USA-Imperialisten, noch der chruschtschowschen Revisionisten abhängig ist. Die revolutionären Völker in der ganzen Welt werden alles, was ihrem Vormarsch im Weg steht, hinwegfegen. Chruschtschow ist erledigt. Und den revisionistischen Nachfolgern Chruschtschows wird es nicht besser ergehen. Die revolutionären Völker werden die Imperialisten, Reaktionäre aller Länder und chruschtschowschen Revisionisten, die sich dem Volkskrieg entgegenstellen, mit einem gewaltigen Besen wie Staub von der Bühne der Geschichte hinwegfegen.

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In den zwanzig Jahren seit dem Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression sind in China und auf der ganzen Welt große Veränderungen vor sich gegangen, Veränderungen, durch die für die revolutionären Völker auf der ganzen Welt eine noch günstigere und für den Imperialismus und seine Lakaien noch ungünstigere Situation denn je entstand.

Als die japanischen Imperialisten ihren Aggressionskrieg gegen China begannen, hatte das chinesische Volk nur eine sehr kleine Volksarmee und sehr kleine Stützpunktgebiete, und es stand dem größten Militärdiktator im Osten gegenüber. Aber sogar damals sagte Genosse Mao Zedong, dass der Krieg des chinesischen Volkes gewonnen und der japanische Imperialismus besiegt werden könne. Heute haben sich die revolutionären Stützpunktgebiete aller Völker zu einer noch nie dagewesenen Größe erweitert, die revolutionäre Bewegung aller Völker ist wie nie zuvor angewachsen, der Imperialismus ist schwach wie nie zuvor, und der USA-Imperialismus, der Anführer des Weltimperialismus, erleidet eine Niederlage nach der anderen. Mit noch größerer Zuversicht können wir sagen, dass der Volkskrieg in verschiedenen Ländern gewonnen und der USA-Imperialismus besiegt werden kann.

Die Völker der ganzen Welt haben in den Oktoberrevolution, im antifaschistischen Krieg, im antijapanischen Widerstandskrieg und im Befreiungskrieg des chinesischen Volkes, im Widerstandskrieg des koreanischen Volkes gegen die USA-Aggression, im Befreiungskrieg des vietnamesischen Volkes und in seinem Widerstandskrieg gegen die USA-Aggression sowie beim revolutionären bewaffneten Kampf der Völker in vielen anderen Ländern Erfahrungen gesammelt. Vorausgesetzt, dass alle Völker diese Erfahrungen gut studieren und sie auf die konkrete Praxis der Revolution im eigenen Land schöpferisch anwenden, gibt es keinen Zweifel, dass die revolutionären Völker der Welt auf den Schauplätzen des Volkskrieges in ihren Ländern noch gewaltigere und erhabenere Epen abrollen lassen und den gemeinsamen Feind aller Völker, den USA-Imperialismus, und seine Lakaien ein für allemal von der Erde hinwegfegen werden.

Der Kampf des vietnamesischen Volkes gegen die USA-Aggression und zur Rettung der Nation ist heute der Brennpunkt des Kampfes der Völker in aller Welt gegen die Aggression der USA. Die Entschlossenheit des chinesischen Volkes, das vietnamesische Volk bei seinem Kampf gegen die USA-Aggression und zur Rettung der Nation zu unterstützen und ihm zu helfen, ist nicht zu erschüttern. Ganz gleich, was der USA-Imperialismus unternehmen mag, um seine Kriegsabenteuer auszuweiten, das chinesische Volk wird alles tun, um das vietnamesische Volk zu unterstützen, bis der letzte Mann der USA-Aggressoren aus Vietnam vertrieben ist.

Die USA-Imperialisten machen jetzt ein Geschrei nach einer weitern Kraftprobe mit dem chinesischen Volk und nach einem weiteren großangelegten Landkrieg auf dem asiatischen Festland. Also gut, wenn sie dazu Lust haben und wenn sie darauf beharren, in die Fußstapfen der japanischen Faschisten zu treten, dann können sie es tun. Das chinesische Volk verfügt selbst über Mittel gegen einen Aggressionskrieg der USA-Imperialisten. Unsere Mittel sind kein Geheimnis, Das wichtigste davon ist immer noch: das Volk mobilisieren, sich auf das Volk stützen, das ganze Volk zu Soldaten machen, einen Volkskrieg führen.

Wir wollen es den USA-Imperialisten noch einmal sagen: Die mehreren Hunderte Millionen Chinesen in Waffen sind ein weiter Ozean, der groß genug ist, dass eure paar Millionen Aggressionstruppen darin untergehen. Wenn ihr es wagen solltet, uns einen Krieg aufzuzwingen, erhalten wir Handlungsfreiheit. Es wird dann nicht an euch liegen, darüber zu entscheiden, wie dieser Krieg geführt wird. Wir werden ihn in der Art führen, die zur Vernichtung des Feindes von größtem Vorteil ist, und dort, wo immer er am leichtesten vernichtet werden kann. Da das chinesische Volk vor zwanzig Jahren imstande war, den japanischen Aggressor zu vernichten, ist es heute bestimmt noch viel mehr imstande, dem USA-Aggressor ein Ende zu machen. Die Marine- und Luftwaffenüberlegenheit, mit der ihr euch rühmt, kann das chinesische Volk nicht einschüchtern, und ebenso wenig kann dies die Atombombe, mit der ihr gegen uns herumfuchtelt. Wenn ihr Truppen senden wollt, nur los! Je mehr, um so besser. Wir werden so viele davon vernichten, als ihr senden könnt, und euch darüber sogar eine Quittung geben. Das chinesische Volk ist ein großes und tapferes Volk. Wir haben den Mut, die schwere Last, den USA-Imperialismus zu bekämpfen, auf unsere Schultern zu nehmen und unseren Teil zum Kampf für den Endsieg über diesen bösartigsten Feind aller Völker auf der ganzen Welt beizutragen.

Es muss in allem Ernst darauf hingewiesen werden, dass Taiwan nach dem Sieg im Widerstandskrieg an China zurückgegeben wurde. Die Besetzung von Taiwan durch den USA-Imperialismus ist absolut ungerechtfertigt. Die Provinz Taiwan ist ein unabtrennbarer Bestandteil des chinesischen Territoriums. Der USA-Imperialismus muss Taiwan räumen. Das chinesische Volk ist entschlossen, Taiwan zu befreien.

Wir müssen anlässlich des 20. Jahrestages des Sieges im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression auch feierlich darauf hinweisen, dass die vom USA-Imperialismus hochgepäppelten japanischen Militaristen einer noch schwereren Bestrafung entgegengehen, wenn sie den entschlossenen Widerstand des japanischen Volkes und der Völker von Asien missachten und sich wieder hartnäckigen Hirngespinsten hingeben und den alten Weg der Aggression in Asien einschlagen.

Der USA-Imperialismus rüstet zu einem Weltkrieg. Aber kann er sein Verhängnis damit abwenden? Auf den ersten Weltkrieg folgte die Gründung der sozialistischen Sowjetunion. Auf den zweiten Weltkrieg folgte die Bildung einer Reihe sozialistischer Länder und vieler unabhängiger Nationalstaaten. Wenn die USA-Imperialisten darauf beharren, einen dritten Weltkrieg zu entfesseln, kann mit Bestimmtheit gesagt werden, dass weitere viele Hunderte Millionen Menschen zum Sozialismus übergehen werden. Den Imperialisten wird dann wenig Platz auf dieser Welt übriggelassen werden. Und es ist möglich, dass dann das ganze System des Imperialismus zusammenbricht.

Wir sind in Bezug auf die Zukunft der Welt optimistisch. Wir vertrauen fest darauf, dass die Völker der Epoche der Kriege in der Weltgeschichte ein Ende machen werden. Schon vor Langem wies Genosse Mao Zedong darauf hin, dass der Krieg, dieses Ungeheuer, “schließlich durch die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft beseitigt wird und das in nicht allzu ferner Zukunft. Aber es gibt nur einen Weg, ihn zu beseitigen, und der ist, mit Krieg den Krieg bekämpfen, dem konterrevolutionären Krieg einen revolutionären Krieg entgegensetzen.” (24)

Alle Völker, die ihr unter der Aggression, Unterdrückung und Ausplünderung durch die USA-Imperialisten leidet, vereint euch! Hebt das gerechte Banner des Volkskrieges hoch und kämpft für die Sache des Weltfriedens, der nationalen Befreiung, der Volksdemokratie und des Sozialismus! Mit Bestimmtheit gehört der Sieg den Völkern der ganzen Welt!

Es lebe der Sieg im Volkskrieg!

 

 

Anmerkungen:

1. Unter dem Einfluss der chinesischen Roten Arbeiter- und Bauernarmee und der Widerstandsbewegung des Volkes gegen die japanische Aggression billigten die Generäle Zhang Xueliang und Yang Hucheng, die die Nordostarmee bzw. die 17. Route-Armee der Kuomintang befehligten, den Vorschlag der Kommunistischen Partei Chinas zur Bildung einer antijapanischen nationalen Einheitsfront. Sie forderten Chiang Kai-shek auf, den Bürgerkrieg einzustellen und, vereint mit der Kommunistischen Partei, den japanischen Aggressoren Widerstand entgegenzusetzen. Als Chiang Kai-shek das hartnäckig ablehnte, nahmen ihn Zhang Xueliang und Yang Hucheng am 12. Dezember 1936 in Xi’an gefangen. Danach bot sich die Kommunistische Partei Chinas im Interesse der Gesamtnation als Vermittlerin an, und Chiang Kai-shek war gezwungen, die Bedingungen der Vereinigung mit der Kommunistischen Partei und des Widerstands gegen die japanische Aggression anzunehmen.

2. Mao Zedong, “Die Millionenmassen für die antijapanische nationale Einheitsfront gewinnen!”, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd. I, S.266 (Chinesisch).

3. Das “Drei-Drittel-System” bezieht sich auf die Organe der politischen Gewalt, in denen nach dem Prinzip der antijapanischen nationalen Einheitsfront die Kommunistische Partei, die nicht der Kommunistischen Partei angehörenden fortschrittlichen Persönlichkeiten und die politisch in der Mitte stehende Gruppen je ein Drittel der Plätze innehatten.

4. Mao Zedong, “Gegenwärtige taktische Fragen der antijapanischen Einheitsfront”, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd. II, S. 740 (Chinesisch).

5. Mao Zedong, “Die chinesische Revolution und die Kommunistische Partei Chinas”, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1964, S. 23.

6. Mao Zedong, “Über die Koalitionsregierung”, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1963, S. 78.

7. Die drei Hauptregeln der Disziplin lauten: 1. Gehorche dem Kommando in allem, was du tust. 2. Nimm den Massen nicht eine Nadel, nicht einen Faden weg. 3. Liefere alles Beutegut ab.

Die acht Punkte zur Beachtung lauten: 1. Sprich höflich. 2. Zahle für das, was du kaufst, den angemessenen Preis. 3. Gib zurück, was du entliehen hast. 4. Bezahle für das, was du beschädigt hast. 5. Schlage und beschimpfe niemanden. 6. Beschädige nicht die Ackerbaukulturen. 7. Belästige nicht Frauen. 8. Misshandle nicht Gefangene.

8. Engels, “Bedingungen und Aussichten eines Krieges der Heiligen Allianz gegen ein revolutionäres Frankreich im Jahre 1852″, Marx/Engels Werke, Dietz Verlag, Berlin 1960, Bd. 7, S. 480.

9. Mao Zedong, “Über den langwierigen Krieg”, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd. II, S. 431 (Chinesisch).

10. Der Spatzen-Krieg ist eine populäre Kampfweise, die von den antijapanischen Partisaneneinheiten und der Miliz im Hinterland des Feindes unter der Führung der Kommunistischen Partei Chinas entwickelt wurde. Sie wurde aus zwei Gründen Spatzen-Krieg genannt: 1. Man ging dabei verstreut wie Spatzen in der Luft vor. 2. Die Partisanen oder Milizangehörigen operierten dabei sehr beweglich, zu dritt oder zu fünft, tauchten überraschend auf und verschwanden gleich wieder, verwundeten, töteten, erschöpften und ermüdeten die feindlichen Streitkräfte.

11. Mao Zedong, “Strategische Probleme des revolutionären Krieges in China”, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd. I, S. 231 (Chinesisch).

12. Mao Zedong, “Die gegenwärtige Lage und unsere Aufgaben”, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1961, S. 13.

13. Mao Zedong, “Gespräch mit drei Korrespondenten der Zentral-Nachrichtenagentur, der ‘Sao Dang Bao’ und der ‘Hsin Min Bao’”, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd. II, S. 578 (Chinesisch).

14. Mao Zedong, „Wir müssen uns mit der wirtschaftlichen Arbeit vertraut machen“, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd. III, S. 1015 (Chinesisch).

15. Marx, “Das Kapital”, Dietz Verlag, Berlin 1960, Bd. I, S. 791.

16. Mao Zedong, “Probleme des Krieges und der Strategie”, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd.II, S. 535 (Chinesisch).

17. Ebenda, S. 529.

18. Lenin, “Revolutionäre Armee und revolutionäre Regierung”, Werke, Dietz Verlag, Berlin 1958, Bd. 8, S. 568.

19. Mao Zedong, “Die Lage nach dem Sieg im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression und unser Kurs”, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1961, S. 9.

20. Mao Zedong, “Gespräch mit der amerikanischen Korrespondentin Anna Louise Strong”, Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1961, S. 9.

21. Mao Zedong, “Erklärung zur Unterstützung des Volkes von Kongo (Léopoldville) gegen die USA-Aggression” (28. November 1964).

22. Lenin, “Um Brot und Frieden”, Werke, Dietz Verlag, Berlin 1961, Bd. 26, S. 387.

23. Lenin, “Die Hauptaufgabe unserer Tage”, Werke, Dietz Verlag, Berlin 1960, Bd. 27, S. 150.

24. Mao Zedong, “Strategische Probleme des revolutionären Krieges in China”, Ausgewählte Werke, Volksverlag, Peking, Bd. I, S. 167 (Chinesisch).