Werden die Menschen in der Ersten Welt vom Sozialismus profitieren?

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(deutsch.llco.org)

„Liebes Leitendes Licht

Werden die Menschen in der Ersten Welt auf irgendeine Weise vom Sozialismus profitieren?“

 

Danke fürs Schreiben.

Der Sozialismus wird zu einem geringeren materiellen Lebensstandard für die Menschen in der Ersten Welt führen. Die Menschen der Ersten Welt verdienen ein Vielfaches mehr als den tatsächlichen Wert ihrer Arbeit. Sie verdienen ein Vielfaches von dem, was eine weltweite egalitäre, sozialistische Verteilung mit sich bringen würde. Die Bevölkerung der Ersten Welt kriegt mehr als ihr Stück vom Kuchen. Sie lebt von der Arbeit der Dritten Welt. Im Sozialismus wird die Bevölkerung der Ersten Welt ihre Privilegien und ihr Leben im Luxus, welches auf dem Raub des Mehrwerts aus der Dritten Welt basiert, aufgeben müssen. Die Neue Macht des Leitenden Lichts wird solange über die Erste Welt herrschen, bis die Bevölkerung der Ersten Welt als konstruktives Mitglied der globalen Gesellschaft leben kann. Hier folgen einige positive Dinge, die die Neue Macht des Leitenden Lichts den Menschen der Ersten Welt bieten kann:

  1. Ein gesünderes Leben. Obwohl der Sozialismus insgesamt einen Rückgang des Lebensstandards der Menschen der Ersten Welt zur Folge hat, wird sich das Leben der Bevölkerung der Ersten Welt im Sozialismus auf verschiedene Weise verbessern. Mit dem Sozialismus werden die kapitalistischen Lebensmittelkonzerne nicht frei über die Ernährung der Bevölkerung entscheiden können. Das Essen, das die Menschen der Ersten Welt konsumieren, kann extrem ungesund sein. Das betrifft vor allem Fast Food und Snacks. Wenn man in der Ersten Welt lebt, hat man eine weitaus höhere Chance, unter Übergewicht zu leiden. Im Sozialismus darf nicht zugelassen werden, dass eine solche Situation länger bestehen bleibt. Im Sozialismus werden die Menschen über dem Profit stehen. Deshalb wird die Wissenschaft einen größeren Einfluss auf die Essgewohnheiten der Menschen haben. Zusätzlich wird im Sozialismus im Arbeits- oder Schultag für ausreichend Bewegung gesorgt. Gewisse Zeiten in der Schule oder bei der Arbeit sind dem körperlichen Training vorbehalten. Zusätzlich erhalten die Leute im Sozialismus eine sichere Gesundheitsvorsorge. Die Gesundheitsvorsorge sollte im Sozialismus als Menschenrecht betrachtet werden. Folglich wird die Bevölkerung der Ersten Welt, auch wenn sie materiell ärmer ist, im Allgemeinen ein gesünderes Leben führen. Eine gesunde Bevölkerung ist eine glücklichere Bevölkerung.
  2. Ein sinnvolles Leben. Die Maoisten in China dachten, dass die Menschen sich ändern könnten. Die Maoisten glaubten fest an die Macht des Volkes. Unter den Maoisten wurde die chinesische Gesellschaft als eine gigantische Schule des Maoismus verstanden, die mehrere ausgeklügelte Methoden hatte, um die gesamte Bevölkerung auszubilden und umzugestalten, sowohl Freund als auch Feind. Diese ausgeklügelten Maßnahmen reichten von Kritik und Selbstkritik vor den Massen bis zu Mao-Zedong-Ideen-Gruppen und Unterricht über Arbeits- und Gefängnisreformen. Während der Arbeitsreform wurden die Leute ausgeschickt, um gemeinsam mit den Massen hart zu arbeiten und von ihnen Bescheidenheit zu lernen. Das war vielgebrauchtes Rezept für die kommunistischen Kader, welche sich gegenüber den Leuten wie rücksichtslose Bürokraten verhalten konnten. Solche Kader wurden auf das Land geschickt, um bescheidener zu werden, das Elend der Menschen zu sehen und davon zu lernen. Dies war eine alte Praxis, welche schon vor der Kulturrevolution angewendet worden ist, mindestens seit dem Großen Sprung nach vorn in den späten 50er Jahren. Auch in Kampagnen wie der Sozialistischen Erziehungsbewegung, welche vor der Kulturrevolution stattfand, wurde sie mit begrenztem Erfolg angewendet. Die Kulturrevolution hat diese Praxis jedoch auf neue Stufen gehoben. Ein ganzes System von 7.-Mai-Kaderschulen wurden auf dem Höhepunkt der Kulturrevolution errichtet als Teil eines Prozesses, um die Kader durch körperliche Arbeit zu resozialisieren und umzuformen. Zusätzlich wurde ab 1968 eine ganze Generation der Roten Garden losgeschickt, um von den Bauern zu lernen. Viele dieser Roten Garden haben zwischen 1968 und 1970 am radikalen Vorstoß mit dem Ziel, die Kollektivwirtschaft auf dem Land wiederherzustellen, teilgenommen. So wie diejenigen in China, die Bescheidenheit lernen und umerzogen werden mussten, auf das Land geschickt wurden, so müssten Erstwelter auf das „globale Land“, in die Dritte Welt, geschickt werden, um für und mit den wirklich Ausgebeuteten zu arbeiten. Dieser hypothetische Prozess muss nicht als eine Strafe angesehen werden. Dieser hypothetische Prozess könnte stattdessen als etwas angesehen werden, das das dekadente, leere und oftmals langweilige und eintönige Leben der Erstwelter aufheben kann. Die Erstwelter werden vielmehr in ein Abenteuer geschickt, um sich an der Seite der Massen der Dritten Welt neu zu erfinden. Was kann aufregender sein, als sich selbst zu entdecken und eine völlig neue, gerechte Welt zu erschaffen? Der Kapitalismus engt den Horizont der Menschen ein; der Sozialismus wird auch den Erstweltlern neue Möglichkeiten eröffnen. Das gute Leben sollte nicht als ein endloser Konsum verstanden werden, es sollte ein Leben sein voller Abenteuer, Aufregung, Kreativität und guten Taten für die Menschheit. Der Kapitalismus bietet Sinnlosigkeit. Der Sozialismus bietet Sinn.
  3. Eine Zukunft. Die Lebensweise der Ersten Welt ist nicht nachhaltig. Wenn die Bevölkerung der Ersten Welt weiterhin auf diese Art lebt, werden sie nicht nur sich selber zerstören, sondern auch den ganzen Planeten. Der Sozialismus führt zu einer nachhaltigeren, ausgeglichenen Beziehung zwischen Mensch und Natur. Der Kapitalismus sorgt für eine Zukunft, die nur als ökologische Hölle bezeichnet werden kann. Der Sozialismus sorgt dafür, dass die zukünftigen Generationen glücklich und in Wohlstand leben können.
  4. Frieden. Der Kapitalismus ist ein System, welches zahlreiche Kriege um Profit ausgelöst hat. Viele Menschen der Ersten Welt sterben in diesen Kriegen. Die schlimmsten Kriege dieses Jahrhunderts waren interimperialistische Kriege; sowohl der Erste als auch der Zweite Weltkrieg tötete Abermillionen, auch viele Menschen der Ersten Welt. Der Sozialismus garantiert, dass keiner in einem Krieg um bloßen Profit sterben wird. Niemand wird sterben müssen, um eine Parasitenklasse zu unterhalten. Niemand wird mehr auf diese sinnlose Weise sterben müssen. Der Sozialismus sichert Frieden und Ruhe vor imperialistischen Kriegen.

Diese Vorteile des Sozialismus genügen leider nicht, um die Menschen der Ersten Welt als soziale Basis für die Revolution zu gewinnen. Die Menschen der Ersten Welt sind und bleiben für den Moment die reaktionärste Bevölkerungsgruppe der Welt. Beim Sozialismus geht es jedoch nicht um Bestrafung, es geht um Befreiung. Wir können trotzdem nicht Sentimentalität in unserem Weg stehen lassen, wenn wir die Welt geradebiegen wollen. Um nicht missverstanden zu werden; die Befreiung der Menschheit wird die Beseitigung der Lebensweise der Ersten Welt zur Folge haben. Letztendlich und auf lange Sicht wird dies aber auch für die Menschen der Ersten Welt etwas Gutes bedeuten.